Union diskutiert neuen Kompromiss für „Rente mit 63“

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Im Ringen um die sogenannte „Rente mit 63“ diskutieren Politiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine neue Kompromisslösung.
Wie die „Bild“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise meldet, soll die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren demnach offiziell beibehalten werden. Allerdings sollen Sonderfaktoren wie Erziehungs- oder Pflegezeiten künftig nicht mehr oder weniger stark berücksichtigt werden. Dadurch könnte sich die Zahl der Arbeitsjahre für viele Beschäftigte, die vorzeitig abschlagsfrei in Rente gehen möchten, deutlich erhöhen.
„Das wäre ein ernsthaftes Entgegenkommen zur SPD“, zitiert die „Bild“ einen mit den Vorgängen vertrauten Abgeordneten der Union. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Schmidt, zeigte sich jedoch skeptisch, ob es zu der Kompromisslösung kommen kann. Zur „Bild“ sagte Schmidt: „Die Rente nach 45 Versicherungsjahren ist Ausdruck von Respekt vor Lebensleistung. Dazu gehören für die SPD ausdrücklich auch Kindererziehungszeiten, die einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft darstellen.“ Sie wolle sich „mit Nachdruck für den Erhalt dieser Regelung“ einsetzen. Verhandlungen sollten „am Verhandlungstisch und nicht über Zeitungsinterviews oder Fernsehsendungen“ geführt werden, sagte Schmidt. Das Bundesarbeitsministerium wollte die mögliche Kompromisslösung auf „Bild“-Anfrage nicht kommentieren.
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