Umfrage zeigt hohe Spendenbereitschaft für Opfer in Erdbebenregion

Erdbeben in der Türkei am 06.02.2023, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Erdbeben in der Türkei und in Syrien zeigen die Deutschen eine hohe Spendenbereitschaft. Laut einer Insa-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ geben 15 Prozent an, bereits Geld überwiesen zu haben, 28 Prozent haben das noch vor.

Deutlich zurückhaltender sind die Menschen in ihrer Einschätzung hinsichtlich der Hilfsmöglichkeiten durch die Aufnahme weiterer Flüchtlinge. Zwar rechnen 66 Prozent der Befragten damit, dass sich die Zahl der Menschen, die nach Deutschland flüchten, nach dem Erdbeben weiter erhöhen wird, aber gleichzeitig glauben 63 Prozent, dass Deutschlands Städte und Kommunen keine Kapazitäten mehr haben, um weitere Menschen aufzunehmen. Das sehen auch die Städte und Kommunen selbst so: „Der erhebliche Aufwand der Städte und Gemeinden wird derzeit nicht durch die Finanzzusagen von Bund und Ländern abgedeckt“, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, der „Bild am Sonntag“. „Die Kommunen erwarten in der kommenden Woche die Zusage, weitere Finanzmittel bereitzustellen und alle mit der Flüchtlingsaufnahme verbundenen Kosten zu erstatten.“ Innenministerin Nancy Faeser (SPD) hat für Donnerstag einen Flüchtlingsgipfel mit Vertretern der Innenministerkonferenz und der kommunalen Spitzenverbände anberaumt. Die Opposition kritisiert den Gipfel schon im Vorfeld als zu klein. „Es braucht einen Kanzlergipfel mit allen zuständigen Ministerien, um die Unterstützung zu organisieren“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der „Bild am Sonntag“. „Die Bundesregierung muss endlich eine gerechtere Verteilung von Migranten in der EU erreichen, zügig den beim EU-Gipfel beschlossenen verstärkten Schutz der Außengrenzen vorantreiben, die Zahl der Rückführungen deutlich steigern und ein Konzept zur Unterstützung der Kommunen vorlegen.“ Für die „Bild am Sonntag“ hatte das Meinungsforschungsinstitut Insa 1.002 Personen am 10. Februar 2023 befragt. Fragen: „Haben Sie für die Opfer des schweren Erdbebens am 06. Februar in der Türkei und Syrien gespendet bzw. haben dies vor?“, „Rechnen Sie damit, dass sich aufgrund des schweren Erdbebens in der Türkei und Syrien die Zahl der Flüchtlinge nach Deutschland weiter erhöhen wird?“, „Haben Deutschlands Städte bzw. Kommunen Ihrer Meinung nach noch Kapazitäten, weitere Flüchtlinge aufzunehmen?“

Anzeige

Foto: Erdbeben in der Türkei am 06.02.2023, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenSchneider plant Millionenhilfe für Reparatur von Tschernobyl-HülleNachrichtenGüler will mehr Geld für humanitäre HilfeNachrichtenGrüne wollen Einreiseverbot für Ben-Gvir
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenKlingbeil rät SPD von Personaldebatten abNachrichtenGewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (18.08.2026)NachrichtenDatev-Index: Gastgewerbe trotzt MittelstandsflauteNachrichtenFinanzminister weist Unionskritik an Steuerreform zurückNachrichtenSachsen-Anhalt: Spitzenkandidaten diskutieren über BürokratieabbauKulturFilmfest gibt ersten Programmeinblick
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok