Studie: Junge Generation wird häufiger unter Wetterextremen leiden

Nach dem Hochwasser 2021, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die aktuell junge Generation wird wegen des Klimawandels wohl deutlich häufiger unter Wetterextremen zu leiden haben als ihre Eltern und Großeltern. Das geht aus Berechnungen eines internationalen Forscherteams hervor, über welche der RBB berichtet.

Die Modellrechnung ergibt demnach, dass Jugendliche und Kinder je nach Temperaturanstieg bis zu vier Mal mehr Hitzewellen erleben werden als ihre Eltern und Großeltern. Konkret heißt das: Ein Kind, welches 2020 geboren wurde, wird bei einem angenommenen Temperaturanstieg auf bis zu 2,4 Grad in diesem Jahrhundert rund 19 Hitzewellen in seinem Leben ausgesetzt sein. Die heute schon 20-Jährigen werden immer noch 13 derartige Wetterereignisse erleben. Erhöhte Risikofaktoren gelten auch für Überschwemmungen, Waldbrände, Orkane, Dürren und Missernten.

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Im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter wird ein heute in Europa geborenes Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit einem rund 25-fach höheren Hitzewellen-Risiko ausgesetzt sein. Die Ergebnisse hat ein internationales Forscherteam rund um den Klimawissenschaftler Wim Thiery aus Brüssel und die Mathematikerin Katja Frieler vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung errechnet. Das Forscherteam hat die Ergebnisse der Klimagenerationen-Studie („The kids aren`t all right“), die im September in Bezug auf globale Werte veröffentlicht wurde, jetzt für Deutschland und andere Regionen konkretisiert. Mit den Modellrechnungen haben die Wissenschaftler erstmals eine Brücke zwischen Klimawissenschaft und Demografie geschlagen und mathematisch errechnet, welche Folgen der Klimawandel für die unterschiedlichen Generationen haben wird.

Deutlich wird dabei auch, dass der Klimawandel die Jugendlichen im Süden noch viel härter treffen wird als die jungen Menschen in Europa. Die Zahlen zeigen aber auch, dass konkrete Klimaschutzmaßnahmen sich positiv auswirken.

Foto: Nach dem Hochwasser 2021, über dts Nachrichtenagentur

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