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Strack-Zimmermann fordert Entschuldigung von Melnyk

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat eine Entschuldigung des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk gefordert. Die Ukraine habe den Bundespräsidenten ausgeladen und könne nun nicht erwarten, dass der Kanzler daraufhin nach Kiew reise, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

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„Vielleicht, lieber Herr Melnyk, entschuldigt man sich einfach mal beim Präsidenten und lädt dann den Kanzler höflich ein zu kommen.“ Das wäre „auch mal möglich und hätte echt Klasse“. Melnyk hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zuvor vorgeworfen, er spiele „beleidigte Leberwurst“, weil dieser nach der Absage an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zunächst nicht in die Ukraine reisen will. Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, sieht diese Wortwahl allerdings entspannt.

„Die Wortwahl des ukrainischen Botschafters war auch in den letzten Wochen sehr robust“, sagte er den Sendern RTL und ntv. Vor allem aufgrund der emotionalen Lage der Ukrainer müsse man auch Verständnis für solche Äußerungen haben. „Die Ukraine und alle Regierungsvertreter sind einem furchtbaren Angriffskrieg ausgesetzt, inklusive grauenvoller Kriegsverbrechen. Da habe ich emotional für alles Verständnis.“

Daher sollte man sich mit den Äußerungen des Botschafters oder mit dem ukrainischen Einreiseverbot des Bundespräsidenten nicht zu lange aufhalten, so Vogel.

Foto: Marie-Agnes Strack-Zimmermann, über dts Nachrichtenagentur

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10 Kommentare

  1. Alex
    3. Mai 2022 um 13.34 — Antworten

    Strack Zimmermann hat recht.

    • W. Lorenzen-Pranger
      4. Mai 2022 um 18.00 — Antworten

      Für was sollte sich den Botschafter denn entschuldigen? Wer am 29. 04. die Sendung „ZDF-Royale“ mit Jan Böhmermann gesehen hat, weiß, wie weit die Verstrickungen einzelner SPD-Poliker zu Rußland / Putin gehen. Daß der Bundespräsident auch in der Innenpolitik als Spalter der Gesellschaft aufgetreten ist, vor allem zum Thema Covid-Impungen, zeigt, daß er im wahrsten Sinn rundum als Versager dasteht innen wie außen. Ein Präsident aller Deutschen ist der wahrhaft auch nicht.

  2. Baumann Christel
    3. Mai 2022 um 16.11 — Antworten

    FRAU Strack-Zimmermann hat recht. Es ist die eine Möglichkeit. Eine zweite sehe ich darin diesen Botschafter aus zu weisen.

  3. H. J. Seidlitz
    3. Mai 2022 um 19.08 — Antworten

    Die Forderung nach einer Entschuldigung ist wohl das Minimum dieses „ Botschafters. Wenig Verständnis habe für den Kollegen der FDP, der dieses ungezogeneVerhalten des Botschafters zu bagatellisieren sucht!

  4. Ulrike Lutz
    3. Mai 2022 um 19.36 — Antworten

    Eine Entschuldigung von Seiten der Ukraine ist dringend erforderlich.
    Bundeskanzler Scholz und Frau Strack-Zimmermann sind im Recht!

  5. Dr. Dagmar Schlüter
    4. Mai 2022 um 10.20 — Antworten

    Wenn Herr Melnyk der Meinung ist, den Bundespräsidenten und den Bundeskanzler mit Beleidigungen international vorführen zu können, sollte er schleunigst nach Hause fahren. Er schadet sowohl seinem Land als auch der Hilfsbereitschaft der Deutschen für die Ukrainer. Das Maß seiner aggressiven Rhetorik ist längst voll.Dr.

  6. Jokup
    4. Mai 2022 um 12.26 — Antworten

    Unter Kriegsdurck zu stehen, gibt bei weitem niemanden das Recht einen Staatoberhaupt zu beleidigen. Vor allem nicht den Staatsoberhaupt eines Landes, das man ständig seine Hilfe erwartet. Strack-Zimmermann hat recht. Staatsmännisch zu sein gilt auch für Sie Herr Melnyk.

  7. Antonius
    4. Mai 2022 um 16.06 — Antworten

    Einer weiß, was sich gehört, der andere nicht.

  8. H.-Jürgen Seidlitz
    5. Mai 2022 um 13.19 — Antworten

    Herr Vogel, solche Entgleisungen kann man einmal entschuldigen, wenn sich der Beleidiger entschuldigt. Aber anhaltende Provokationen und Ehrverletzungen zeigen den Charakter des Herrn Melnyk. Hier kann nichts mehr entschuldigt werden! Sie sollten vielmehr ihre Kollegin unterstützen.

  9. W. Lorenzen-Pranger
    5. Mai 2022 um 19.15 — Antworten

    Schon erstaunlich, wie viel Unterstützung hier ein Vollversager in der Politik hier erfährt.

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