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Strabag-Vorstand kritisiert Bürokratie auf dem Bau

via dts Nachrichtenagentur

Hohe bürokratische Auflagen bremsen nach Ansicht von Jörg Rösler, Vorstand beim Bauunternehmen Strabag, den Bau von Straßen und Wohnungen aus.

„Das `Monster` der überbordenden Bürokratie, wie unser Bundeskanzler es nennt, ist Realität“, sagte Rösler dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wenn eine marode Brücke ersetzt werden soll, muss ein neues Planfeststellungsverfahren stattfinden, obwohl das Ergebnis von vornherein klar ist. Das ist absurd.“

Rösler verwies zudem auf zahlreiche Einspruchsmöglichkeiten von Bürgern, Gemeinden und Verbänden. „All das kostet wahnsinnig viel Zeit und Kapazitäten“, sagte er. Der Strabag-Manager kritisierte, dass bisher erst 594 Kommunen digitale Bauanträge nutzten. „Und von 16 Bundesländern machen sechs ihre eigene Sache. Das können Sie niemandem erklären“, sagte Rösler.

Bei Infrastrukturprojekten benötige man 85 Prozent der Zeit für die Genehmigungsphase, 15 Prozent dagegen für den Bau, erklärte er. „Um schneller zu werden, müssen sämtliche Prozesse beschleunigt werden. Das gilt beim Straßen- wie beim Wohnungsbau“, forderte Rösler.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Manfred Murdfield
    28. September 2025 um 9.04 — Antworten

    Einspruchsmöglichkeiten von Bürgerinnen und Bürgern, sprich auch Bürgerbeteiligung ist überflüssige Bürokratie? Vielleicht sollten die Steuergelder, also die Finanzierung durch Bürger von Strassen und Brücken, mal anders ausgegeben werden. Absolutismus auch in Deutschland? Mal sehen, ich vermute, Strabag wäre dabei, MAGA macht’s vor. Nur auf die gleichzeitige Inquisition könnte vorerst verzichtet werden.

  2. Manfred Murdfield
    28. September 2025 um 9.15 — Antworten

    Nachtrag: ich hoffe ja nicht, dass es bei der Strabag feuchte Träume von einer neuen Organisation Todt gibt. Oder von einem Reichsarbeitsdienst, mit dessen Zwangsarbeitern wieder militärische Anlagen gebaut werden. Mir wird ganz schlecht von dem Gejammer von Bonzen, die sich eh die Taschen schon mit Steuergeldern vollgestopft haben.

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