Selenskyj: Erneut keine Vorwarnung vor russischer Angriffswelle

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die Region rund um die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zu Montag erneut Ziel eines russischen Raketenangriffs in mehreren Wellen geworden.
Erneut habe es keine Frühwarnung seitens der Partnerländer gegeben, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Ziele seien Energieanlagen und Infrastruktur gewesen, doch auch eine medizinische Einrichtung, eine Schule, eine U-Bahn-Station und gewöhnliche Wohngebäude seien beschädigt worden. Insgesamt feuerten die Russen laut Selenskyj 16 ballistische Raketen in einem gezielten Angriff auf Kiew und die Region Kiew ab. Darüber hinaus seien mehr als 200 Drohnen verschiedener Typen eingesetzt worden, wobei sich die Angriffe von den Regionen Charkiw und Dnipro bis hin zu den Regionen Wolhynien, Riwne und Odessa erstreckt haben sollen.
Der ukrainische Präsident rief erneut dazu auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. Es sei entscheidend, die Dinge beim Namen zu nennen, und Russland sei der Aggressor. „Wenn Lieferungen von Raketen für die ukrainische Luftabwehr blockiert werden, während Russland Erleichterungen oder Aufschübe bei Sanktionen gewährt werden, ist dies leider eine Verleugnung der Realität seitens unserer Partner“, so Selenskyj. „Die Realität ist, dass der Krieg weitergeht, und er geht einzig und allein wegen der russischen Angriffe und Russlands Bestrebens, diesen Krieg in die Länge zu ziehen, weiter.“
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