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Saudi-Arabien fordert von EU Druck auf Iran

Botschaft von Saudi-Arabien in Deutschland, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Saudi-Arabiens Außenminister Prinz Faisal Bin Farhan hat die EU aufgefordert, den Iran zu Verhandlungen über ein neues Atomabkommen zu bewegen. „Die Europäer haben gute Kontakte zum Iran. Die sollten sie nutzen, um den Iranern klar zu machen, dass sie über einen Deal verhandeln müssen, der für alle akzeptabel ist“, sagte Prinz Faisal der „Welt“ (Montagausgabe).

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Das Atomabkommen in seiner gegenwärtigen Form solle dagegen nicht fortgeführt werden. Viele der wichtigsten Beschränkungen endeten nach wenigen Jahren und danach könne die iranische Führung sehr schnell an Atomwaffen gelangen. Zudem habe Teheran die zusätzlichen Einnahmen nach der Aufhebung der Sanktionen genutzt, um sein Raketenprogramm und die Unterstützung für Milizen im Nahen Osten auszubauen. „Dieses Abkommen ist insgesamt mangelhaft“, sagte der Außenminister. „Es sollte jetzt nicht darum gehen, es zu retten. Es sollte darum gehen, den Iran zurück an den Verhandlungstisch zu bringen, um ein besseres Atomabkommen zu erzielen, das auch die anderen Sorgen der internationalen Gemeinschaft behandelt: Irans destabilisierende Aktivitäten in der Region und sein ballistisches Raketenprogramm.“

Foto: Botschaft von Saudi-Arabien in Deutschland, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. SteinHai
    17. Februar 2020 um 8.45

    Das sind 1:1 die Worte, Trumps. Die Saudis wiederholen genau was Amerika seit der Wahl von Trump von sich gaben. Iran hat mit den 5+1 Staaten ein Abkommen geschlossen was durch die Resolution 2231 sogar in der UN angenommen wurde. Das Abkommen ist nicht zu wiederholen. Entweder die 5+1 Staaten halten sich an ihr selbst unterzeichnetes Abkommen, oder sie lassen es eben. Für Iran ändert es nichts. Als Iran das Abkommen unterzeichnete war es um Vertrauen auf zu bauen, das Iran nicht an der Bombe arbeitet. Die Sanktionen sollten im Gegenzug aufgehoben werden. Iran wird aber schon seit über 40 Jahren sanktioniert. Iran hat in diesen Jahrzehnten gelernt mit den Sanktionen um zu gehen. Das Abkommen war also nicht mehr als ein Vertrauensbeweis. Der Westen hat sein Versprechen gebrochen und das Vertrauen verspielt. Iran ist auch ohne dem Westen zu seiner Stärke gelangt. Heute tun die Sanktionen nicht mehr so weh, wie noch etwa vor 15 Jahren. Jedes andere Land der Welt wäre unter 40 Jahren Sanktionen in sich zusammen gebrochen. Die Iraner haben gelernt auch unabhängig zu sein. Heute wird fast alles, im Land hergestellt. Somit greifen die Erpressungsversuche des Westens nicht mehr. Da können die Saudis auch so laut bellen wie sie wollen. Sie selbst sind das Problem in der Region und nicht der Iran!