Röttgen fordert Reaktion der Bundesregierung auf China-Politik

Norbert Röttgen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts neuer chinesischer Sicherheitsgesetze für Hongkong wächst in den deutschen Regierungsfraktionen die Kritik an der zurückhaltenden Politik der Bundesregierung. „Es wäre verheerend und eine schwere Beschädigung der europäischen außenpolitischen Glaubwürdigkeit, wenn China sich in seinen Unrechtsakten des Schweigens der Europäer sicher sein könnte“, sagte Norbert Röttgen, Kandidat für den CDU-Parteivorsitz, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). China verfolge das Ziel, „Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Hongkong zu unterdrücken“.

Europa müsse sich gegen solche „Unrechtsakte“ wenden und für die Freiheit der Bürger Hongkongs einstehen. Doch bisher halten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) mit kritischen Äußerungen zurück. Auch der Koalitionspartner SPD dringt auf einen anderen Umgang mit China. „Wandel durch Handel hat nicht funktioniert“, sagte SPD-Außenpolitiker Christoph Matschie. China sei nach wie vor eine Diktatur. „Europa muss seine Werte und Interessen konsequenter vertreten. Dabei hat Deutschland eine zentrale Rolle.“ Noch deutlicher wird die Opposition: „Unsere Chinapolitik ist nicht mehr im Einklang mit der Realität“, kritisierte Bijan Djir-Sarai, außenpolitischer Sprecher der FDP. „Ich glaube nicht mehr an das Narrativ des friedlichen Riesen.“ China betreibe eine „aggressive Politik“.

Anzeige

Foto: Norbert Röttgen, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenBundesregierung will sich „in Rat und Tat“ vor IStGH stellenNachrichtenDax weiter kaum verändert- 26.000er-Marke hält nochNachrichtenSpritpreise steigen im Wochenvergleich deutlich
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenErmittlungserfolg nach Einbruchserie in Aurich und WittmundNachrichtenBundesregierung verurteilt neue Siedlungspläne im WestjordanlandNiedersachsenGefährliche Körperverletzung nach Gerichtsverhandlung und Radfahrer-Unfall in WinsenBremenBremen erwartet an veranstaltungsreichem Samstag rund 70.000 MenschenNachrichtenHubig wirft USA „Frontalangriff“ auf das Völkerstrafrecht vorNachrichtenFestnahme in Kroatien wegen Nord-Stream-Anschlag
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok