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Politikwissenschaftler: Bundesweiter Lockdown hat zu lange gedauert

Passagiere in einer U-Bahn am 27.04.2020, über dts Nachrichtenagentur

Mannheim (dts Nachrichtenagentur) – Der Politikwissenschaftler Thomas König hält es für richtig, dass die Bundesländer in der Coronakrise mehr Spielraum erhalten. „Es war falsch, dass sich die Politik zu sehr an den Durchschnittswerten für ganz Deutschland orientiert und die regionalen Unterschiede vernachlässigt hat. Die Politik hat jetzt darauf reagiert, weil sie den Bürgern vor Ort dies gar nicht mehr plausibel vermitteln konnte“, sagte er dem „Mannheimer Morgen“ (Donnerstagausgabe).

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In Baden-Württemberg gebe es zum Beispiel mehr als 30.000 Infektionsfälle, in Mecklenburg-Vorpommern seien es unter 1.000. „Der Lockdown für ganz Deutschland hat viel zu lange gedauert und einen verständlichen Unmut ausgelöst.“ König begrüßte, dass es künftig in Deutschland eine regionale Obergrenze für Neuinfektionen geben muss. „Die Länder müssen sicherstellen, dass es in den regionalen Hotspots, die interessanterweise in Landkreisen und kreisfreien Kleinstädten und weniger in den Großstädten liegen, nicht mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geben darf. Andernfalls müssen die Verbote wieder verschärft werden“, sagte der Politikwissenschaftler.

Foto: Passagiere in einer U-Bahn am 27.04.2020, über dts Nachrichtenagentur

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