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Patientenschützer fordern Abschaffung von Vermittlungsgebühren

via dts Nachrichtenagentur

Angesichts langer Wartezeiten auf Facharzttermine für gesetzlich Versicherte fordert der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, die Abschaffung von Vermittlungsgebühren.

„Die gute Absicht wurde von den Leistungserbringern torpediert, gesetzlich Versicherten eine schnellere Terminvergabe zu ermöglichen“, sagte Brysch der „Rheinischen Post“. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sei aufgefordert, „die Gelddruckmaschine abzustellen“. Hintergrund ist, dass Hausärzte für die Vermittlung von Facharztterminen eine zusätzliche Vergütung erhalten.

Brysch kritisierte: „Während die Zusatzbeiträge explodieren, fehlt es der Bundesgesundheitsministerin an Kraft und Mut, die unsinnigen Vermittlungsgebühren zu streichen. So können Haus- und Fachärzte weiter mit der Terminvergabe Kasse machen.“

Zuvor hatte die „Rheinische Post“ berichtet, dass gesetzlich Versicherte 2024 im Schnitt 42 Tage auf einen Facharzttermin warten mussten. Zum Vergleich: 2019 waren es noch 33 Tage. Zugleich stiegen die jährlichen GKV-Ausgaben für offene Sprechstunden bei Ärzten rasant.

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