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Österreich will Polen beim Grenzschutz helfen

Österreichische Polizisten, über dts Nachrichtenagentur

Wien/Warschau (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts steigender Migrantenzahlen an der EU-Außengrenze zwischen Polen und Weißrussland fordert Österreich die EU-Kommission auf, die Regierung in Warschau beim Grenzschutz stärker zu unterstützen. „Die EU-Kommission muss Polen bei der Sicherung der EU-Außengrenze unterstützen und die nötigen Mittel für die Errichtung eines robusten Grenzzaunes bereitstellen. Hilfe bei der Registrierung von Migranten anzubieten, ist das völlig falsche Signal“, sagte Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) der „Welt“.

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Weißrusslands Machthaber Lukaschenko glaube, so Nehammer weiter, die Europäische Union „mit absichtlich herbeigeführten Migrantenströmen“ erpressen zu können. „Das darf sich Europa nicht gefallen lassen.“ Der Minister sagte weiter: „Österreich wird Polen jedenfalls solidarisch zur Seite stehen. So wie wir die EU-Außengrenze in Griechenland und Litauen gesichert haben, bieten wir auch Polen unsere Unterstützung an.“ Sollte die Regierung in Warschau um konkrete Maßnahmen bitten, werde die Regierung in Wien „sehr rasch prüfen, ob das Gewünschte zur Verfügung gestellt werden kann“. Österreich hatte im Frühjahr 2020 Griechenland und im Sommer dieses Jahres Litauen vorübergehend Cobra-Spezialkräfte, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge, Nachtsichtgeräte und Wärmebildtechnik bei der Grenzsicherung zur Verfügung gestellt. In beiden Ländern drohte ein Massenandrang von Migranten. Trotz eindringlicher Forderungen aus Warschau lehnt die EU-Kommission bisher die Mitfinanzierung eines Zaunes an der mehr als 400 Kilometer langen Grenze zwischen Weißrussland und Polen ab.

Foto: Österreichische Polizisten, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Hans Richter
    10. November 2021 um 19.04 — Antworten

    In Österreich ist man wenigstens noch geistig klar…im Gegensatz zu Deutschland!
    Ich frage mich, was man hierzulande dem deutschen Steuerzahler noch zumuten will und warum der deutsche Michel nicht erkennt, dass immer längere Lebensarbeitszeit und Niedrigrenten damit zusammenhängen, dass Steuern und Sozialabgaben für Millionen „Flüchtlinge“ zweckentfremdet werden, diese damit durchgezogen werden. Man kann eben jeden Steuer-Euro nur einmal ausgeben…

    • W. Lorenzen-Pranger
      11. November 2021 um 10.01 — Antworten

      Würde man das Geld endlich in vernünftige Integrationsmaßnahmen stecken, statt Flüchtlingen viel zu lange das Arbeiten z.B. zu verbieten, würden die längst auch zu den Renten beiträgen – und nicht nur dazu.Raten sie mal, wer den derzeitigen Unfug zu verantworten hat. Ich schreibe es ihnen auf: Fängt bis jetzt immer noch mit „See“ an und hört mit „Hofer“ auf. Der, und die Parteien unbeschreiblicher bildungsfernen und denkfaulheit , haben auch das gründlich verbockt.

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