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Niedersachsens neuer AfD-Chef kritisiert Vorgängerin

Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Der neue Landeschef der AfD in Niedersachsen, Jens Kestner, hat seine Vorgängerin Dana Guth scharf kritisiert und ihr eine „Trotzreaktion“ vorgeworfen. „Es ist unverantwortlich, dass sich Frau Guth aufgrund ihrer Niederlage bei der Wahl zum Landesvorsitz und aus Sorge, nun auch nicht wieder an die Fraktionsspitze gewählt zu werden, so verhalten hat“, sagte Kestner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Wenn man eine Fraktion zerreiße, die jetzt kein Geld mehr habe, und politisch nicht mehr wirken könne, sei das ein parteischädigendes Verhalten.

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Er unterstütze daher die Forderung, Guth aus der Partei auszuschließen, so Kestner. Der Bundestagsabgeordnete aus dem südniedersächsischen Northeim hatte sich kürzlich beim Landesparteitag der AfD in einer Kampfabstimmung knapp gegen Guth durchgesetzt und den Landesvorsitz übernommen. Die als gemäßigt geltende Guth, bisher Vorsitzende ihrer Fraktion im Landtag, hatte am Dienstag mit zwei weiteren Abgeordneten ihren Fraktionsaustritt erklärt. Die Fraktion steht damit vor ihrer Auflösung. Kestner gibt sich trotz des Richtungsstreits und der politischen Querelen in seiner Partei kämpferisch: „Es wird nach der lauen Brise auf jeden Fall ein frischer Wind wehen. Wir müssen präsenter und hörbarer werden. Wir werden unsere Ziele vermehrt bei Kundgebungen und Demonstrationen auf die Straße tragen“, sagte er und fügte hinzu: „Mein Ziel ist es, 2022 bei der Landtagswahl in Niedersachsen ein zweistelliges Ergebnis zu erzielen, und da bin ich guter Dinge.“

Foto: Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

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