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Maischberger will AfD nicht aus Talkshows ausschließen

Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Moderatorin Sandra Maischberger will AfD-Politiker nicht aus politischen Talkshows ausschließen. „Vertreter der AfD generell nicht mehr einladen zu wollen, lässt sich in unserer Demokratie nicht begründen“, sagte Maischberger dem Medienmagazin „Journalist“ (3/2020). „Natürlich sind wir der Mechanismen, die Rechtspopulisten offensiv einsetzen, manchmal überdrüssig. Trotzdem ist das keine Entscheidung, die wir aus subjektiver Sicht, gar Betroffenheit zu treffen haben“, so die Moderatorin weiter.

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Eine funktionierende Gesellschaft brauche eine gemeinsame Öffentlichkeit und „Talkshows sind einer der wenigen Orte, wo eine gemeinsame Öffentlichkeit noch stattfindet“, so Maischberger. Dem Vorgehen von ZDF-Chefredakteur Peter Frey, der den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke zuletzt zur „Persona non grata“ für ZDF-Talkshows erklärt hatte, will Maischberger nach eigenen Angaben nicht folgen. „Björn Höcke hat sich selbst zur `Persona non grata` erklärt. Aber wenn Höcke bei der nächsten Wahl wieder als Spitzenkandidat der AfD kandidiert, kann man ihn nicht von allen politischen Foren ausschließen“, so die Journalistin.

Foto: Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

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