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Linke warnt vor Appeasement gegenüber Trump

via dts Nachrichtenagentur

Linken-Chef Jan van Aken warnt davor, dass Deutschland selbst zum Ziel von US-Präsident Donald Trump werden könnte, sollte man ihm den Angriff auf Venezuela durchgehen lassen. „Jetzt wegzugucken, wenn ein Freund ein Nachbarland überfällt, das führt doch nur dazu, dass das nächste Land und das übernächste Land überfallen wird“, sagte van Aken den Sendern RTL und ntv. „Wenn wir weiter zuschauen, sind wir am Ende dran.“

Es sei ein Fehler, dass Kanzler Merz gegenüber Trump den Völkerrechtsbruch in Venezuela nicht benenne. „Selbst wenn man sich dafür mit ihm anlegen muss, man muss klare Kante zeigen – sonst macht er weiter und stoppt nirgendwo.“ Wer nicht spure, werde wirtschaftlich oder militärisch unter Druck gesetzt. Das zu Dänemark gehörende Grönland sei das nächste Ziel auf der Liste des US-Präsidenten. „Im Moment lässt Friedrich Merz Dänemark völlig allein im Regen stehen.“

Der Linken-Politiker widersprach dem Argument, dass Trump bei zu viel Kritik aus Deutschland und Europa seine Unterstützung der Ukraine komplett einstellen könnte. Die deutlich größere Gefahr sei, dass er sich ohne Gegenwehr aus der Weltgemeinschaft verabschiede, so van Aken.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Manfred Murdfield
    5. Januar 2026 um 10.09 — Antworten

    Warum Herr Merz nicht bereit ist, Dänemark bzgl. Grönland voll zu unterstützen, finde ich besorgniserregend. Offenbar ist der 2. Wahl Kanzler am Ende seines Mutes und schwächt Europa. Oder er ist mit dem Ausbau seiner Schleimspur zu Trump ausgelastet, vielleicht ist es auch nur die Vorberetung einer Übernahme von AfD-Meinungen.

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