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Lauterbach macht sich für regelmäßige Tests in Betrieben stark

Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD will das geplante Notbremse-Gesetz um eine Testpflicht in den Unternehmen erweitern. „Ich halte den Widerstand von Wirtschaftsminister Peter Altmaier gegen Pflichttests in der Arbeitswelt für sehr bedenklich“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

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„Ein Angebot von einem Test in der Woche in den Betrieben wird nicht ausreichen, um auch nur im Ansatz die Infektionsketten in den Betrieben zu unterbrechen und den R-Wert dort zu senken“, kritisierte er. Zumal es nur ein Angebot sei, das man nicht mal wahrnehmen müsse. Lauterbach ist überzeugt, „wenn wir die Kraft aufbringen, eine „Notbremse“ und eine Testpflicht in den Betrieben zu beschließen, dann sind Inzidenzen unter 100 auch erreichbar“. Zur Entlastung des Gesundheitssystems sagte er, „wir haben in den Krankenhäusern schon die Zahl der Eingriffe heruntergefahren, um die Intensivstationen zu entlasten. Aber das kann man nicht beliebig fortsetzen. Eine OP kann man absetzen, den Eingriff nach einem Unfall nicht.“ Die Covid-Patienten würden immer jünger, sie blieben auch immer länger in Behandlung. „Diese Faktoren können im Zusammenspiel zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen. Davor warne ich“, sagte Lauterbach.

Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    12. April 2021 um 2.56 — Antworten

    >„wir haben in den Krankenhäusern schon die Zahl der Eingriffe heruntergefahren, um die Intensivstationen zu entlasten. Aber das kann man nicht beliebig fortsetzen.“<

    In den verbliebenen Krankenhäusern, Herr Lauterbach. Warum, zum Donnerwetter, verschweigen alle, daß selbst in der "dritten Welle" noch komplette Krankenhäuser geschlossen wurden und immer noch extrem unterbezahltes Personal abwandert?
    Immerhin, die Tests, wenn sie denn endlich auch noch mal zuverlässiger würden, sind endlich ein richtiger Weg gegen den sicher niemand etwas einwenden kann, außer man koppelt sie mit massiven Verstößen gegen das Grundgesetz und die Menschenrechte. (Scheint mittlerweile ein Hobby in den Unionsparteien zu sein. Widerlich.) Hoffentllich kapieren Merkel und Co. dann auch, daß flächendeckende "Lockdowns" damit sowieso endgültig überflüssig werden. Bisher hakt es da ja noch ziemllich in den Hirnwindungen – oder ist das alles etwa doch Absicht. Na ja, es ist eben nicht jedem gegeben… (smily)

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