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Karliczek will „Cape Canaveral des Wasserstoffs“ in Deutschland

Wasserstoff-Behälter, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Koalitionsgipfel dringt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek auf ein Milliardenprogramm zur Förderung der Wasserstofftechnologie. „Wir brauchen ein Cape Canaveral des Wasserstoffs in Deutschland“, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). Daher wolle sie bis zum Jahr 2025 eine Innovationsoffensive „Wasserstoffrepublik Deutschland“ umsetzen.

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„Die müssen wir von Seiten des Staates mit Milliarden unterstützen.“ Cape Canaveral ist der Weltraumbahnhof der Vereinigten Staaten in Florida. Karliczek stellte in Aussicht, dass die Bundesregierung die Nationale Wasserstoffstrategie in Kürze verabschieden werde. Die Gespräche sollten in der übernächsten Woche abgeschlossen werden. „Um erfolgreich eine Wasserstoffwirtschaft in Deutschland aufzubauen und unser Land zum Leitmarkt für Wasserstofftechnologien zu machen, müssen wir ambitioniert ans Werk gehen“, verlangte sie. „Wir müssen branchenübergreifend zeigen, wie Erzeugung, Transport bis hin zur Verteilung und Nutzung von Grünem Wasserstoff funktioniert.“ Karliczek warb dafür, dass die Koalition am Dienstag bei ihrem Spitzentreffen „ein Signal setzt“. Die Ministerin bekräftigte: „Wir wollen Weltmeister auf dem Gebiet des Grünen Wasserstoffs werden. Wir wollen in Deutschland die Technologien erforschen, entwickeln und herstellen, die weltweit Standards setzen und das Potential haben für neue Exportschlager `Made in Germany`.“ Sobald die Strategie beschlossen sei, starte das Forschungsministerium einen Förderaufruf für eine Ideen-Börse. „Wir wollen mit Hilfe der Forschung schnell in die großindustrielle Anwendung. Daher sind konkrete Ziele und Eigenbeiträge der Wirtschaft wichtig“, bekräftigte sie. „Eine Strategie zu schreiben reicht nicht. Die Umsetzung der Strategie muss zügig, kraftvoll und effektiv vorangetrieben werden.“

Foto: Wasserstoff-Behälter, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    1. Juni 2020 um 4.48

    >Anja Maria-Antonia Karliczek ist eine deutsche Bankkauffrau, Hotelfachfrau sowie Diplom-Kauffrau und CDU-Politikerin.<

    AhhhJa. Und diese "Fachfrau" in Fragen Physik und Ernergiewende weiß wirklich, wovon sie redet?
    „Wir müssen branchenübergreifend zeigen, wie Erzeugung, Transport bis hin zur Verteilung und Nutzung von Grünem Wasserstoff funktioniert.“
    Soso. "Grüner Wasserstoff" wäre also, mit "Öko-Strom" erzeugter Wasserstoff. Jeder technisch halbegs Begabte weiß, daß das derzeit eine Illusion ist, weil wir gar nicht ausreichend "grünen Strom" haben – und, wenn wir ihn hätten, wir ihn besser direkt einsetzen sollten, statt ihn dazu zu verwenden, unter enormen Verlusten Wasserstoff damit per Elektrolyse herzustellen, was im Endeffekt nichts weiter als eine Energieverschwendung bedeutet.
    Außerdem ist der Transport und die Verteilung von Wasserstoff mit großen Risiken behaftet, das Zeug verbrennt gern mal explosionsartig.
    https://www.youtube.com/watch?v=CgWHbpMVQ1U
    Wie wärs, wenn die gute Frau dort ihren Platz ausfüllte, wo sie ganrantiert keine größeren Schäden anrichten kann? Im Foyer eine Hotels zum Beispiel…?

  2. Joerg Haerter
    2. Juni 2020 um 9.06

    In Deutschland sind durch die Bank Fachkräfte am Werk. Für mich ist hier Hopfen und Malz verloren.