Jungunternehmer warnen vor Corona-Schuldenlast

Schuldenuhr, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Jungen Unternehmer warnen angesichts von Sozialausgaben von mehr als einer Billion Euro und steigenden Staatsschulden durch die coronabedingten Rettungs- und Konjunkturpakete vor untragbaren Lasten für künftige Generationen. „Es stellt sich die Frage, ob wir gerade vor dem Corona-Hintergrund aktuell über unsere Verhältnisse leben“, sagte die Bundesvorsitzende des Verbands, Sarna Röser, dem „Handelsblatt“. Die Bürde, die zukünftige Generationen zu tragen hätten, werde durch die Schuldenlast immer schwerer.

Dabei seien die Jungen gleich „doppelt gekniffen“, heißt es in einem Positionspapier des Verbands, über welches das „Handelsblatt“ berichtet. Zum einen, weil sie die Schulden bedienen müssten. Zum anderen, weil angesichts der Verschuldung in den künftigen Bundeshaushalten die Spielräume für Zukunftsinvestitionen etwa in Bildung oder die Digitalisierung fehlten. In 20 Punkten listen die Jungen Unternehmer deshalb Weichenstellungen auf, die aus ihrer Sicht für eine wachstums- und beschäftigungsfördernde Politik erforderlich wären. Dazu gehören unter anderem ein Belastungsmoratorium bei der Erbschaftsteuer, die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags, eine Befreiung von Sozialabgaben für neu gegründete Unternehmen und neu geschaffene Jobs oder der Verzicht auf die Grundrente. Rückhalt erhält der Unternehmerverband vom Vorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Carsten Linnemann (CDU): „Wenn wir den wirtschaftlichen Einbruch und die Arbeitslosigkeit abmildern wollen und einen möglichst schnellen Aufschwung anstreben, dürfen wir den Unternehmen keine weiteren Belastungen zumuten“, sagte er der Zeitung. Die Idee, gerade Gründer von Auflagen und Abgaben zu befreien, sei gut, weil Deutschland wieder einen „Gründergeist“ brauche.

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Foto: Schuldenuhr, über dts Nachrichtenagentur

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