IfW-Chef: Hotspot-Abriegelung besser als bundesweiter Lockdown
Kiel (dts Nachrichtenagentur) – Der Direktor des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, hält die Abriegelung von Corona-Hotspots für besser als einen zweiten Lockdown in ganz Deutschland. „Wir sollten nicht wieder wie bei der ersten Welle denselben Ansatz für das ganze Bundesgebiet wählen. Wir müssen differenzieren. Wir müssen das lokal machen“, sagte Felbermayr in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“.
Der Wirtschaftswissenschaftler räumte ein, dass die Umsetzung schwierig ist: „Da müsste man massiv mit Polizeikräften arbeiten.“ Wichtig sei auch, dass die Bürger sich daran hielten. Es wäre aber absolut besser als ein zweiter Lockdown, der „enorm teuer“ wäre. „Das kostet Wachstum, das kostet Arbeitsplätze, das führt zu weiteren Ausgaben des Staates, die wir mit Schulden finanzieren müssten.“ Auch Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wollte diese Möglichkeit nicht ausschließen: „Natürlich muss man solche Szenarien durchspielen.“ Er wolle sich aber nicht ausmalen, was die Abriegelung einer Stadt bedeute. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sagte in der „Bild“-Sendung zum Thema Abriegelung: „Natürlich muss das überdacht werden, das will man nicht komplett ausschließen.“ Ob es zu solchen Abriegelungen komme, das „hängt davon ab, was in den nächste drei Wochen passiert“. Die Corona-Situation müsse sich drastisch ändern.
Foto: Wegen Corona geschlossene Theaterkasse, über dts Nachrichtenagentur
Sport2. Bundesliga: Bochum und Wolfsburg trennen sich unentschieden
NachrichtenDax lässt deutlich nach – steigende Ölpreise belasten
NachrichtenSöder will „Extremisten-Klausel“ beim Länderfinanzausgleich
NachrichtenPiloten werfen Ryanair gezielte Gewerkschaftsbekämpfung vor
BremenLänderchefs fordern Korrekturen am Windenergie-auf-See-Gesetz
OldenburgVon Vollbrand bis Schildkröte: Die Ausbildung bei der Feuerwehr

1 Comment
Sabine
19. Oktober 2020 @ 18.11
Ich finde, das es Lokale Hot Spots geben sollte, um die Pandemie ein zu dämmen. Desweiteren wäre ich dafür, private Feiern komplett zu verbieten, wenn es nicht in der Verwandtschaft ist.