Nachrichten

Gysi und Trittin begrüßen Biden-Nominierung

Joe Biden, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Gregor Gysi, außenpolitischer Sprecher der Linkspartei, und Grünen-Politiker Jürgen Trittin haben die Nominierung von Joe Biden zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten positiv kommentiert und sehen in dem 77-Jährigen eine Alternative zum Amtsinhaber Donald Trump. „Joe Biden hat die sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme der USA auf einen Namen gebracht: Trump. Die Demokraten haben mit diesem Parteitag die Reihen hinter Biden geschlossen und in den Angriffsmodus geschaltet“, sagte Gysi dem Nachrichtenportal T-Online.

Anzeige

Bidens Lösungsansätze mit etwas mehr Steuergerechtigkeit, öffentlichen Billioneninvestitionen in Klima- und Gesundheitsschutz und klarem Bekenntnis gegen Rassismus würden dabei an Obamas Politik anknüpfen und die USA nach Trump ein Stück in die Mitte rücken. „Bernie Sanders Unterstützung für Biden macht deutlich, wie notwendig dies nach vier Jahren Trump ist. Auch wenn wenig zur Außenpolitik von Biden gesagt wurde, weil dieses Thema im Wahlkampf in den USA regelmäßig eine untergeordnete Rolle spielt, kann wenigstens gehofft werden, dass eine Normalisierung in Bezug auf China, Russland, Europa eintritt“, sagte Gysi. Auf jeden Fall scheine Biden klar zu sein, dass die USA ihre Krise nicht mit „nationalem Egoismus“ überwinden können. Auch Jürgen Trittin begrüßt die Norminierung Bidens. „Mit dem Abschluss des Parteitages und der Rede von Joe Biden liegt die Alternative zu Trump auf dem Tisch.“ Wo dieser spalte und polarisiere, wolle Biden das Land zusammenführen. „Mitgefühl und Charakterstärke werden zum Wahlkampfthema“, sagte der Grünen-Politiker T-Online. „Biden tritt als oberster Kümmerer der Nation auf.“ Er habe den Mut die Probleme offen anzusprechen und spreche über die vier Krisen der USA – Corona, Rezession, Rassismus und Klimakrise. „Sie müssen angegangen und nicht verdrängt werden. `No miracle is coming`, da kommt kein Wunder.“ Die Wähler selbst müssten dafür aktiv werden und eine neue Mehrheit für Trump verhindern. „Mit diesem Erwartungsmanagement präsentiert sich Joe Biden nicht als Heilsbringer, sondern als Angebot, es besser zu machen“, so Trittin.  Das gelte auch international. „Wenn er gewählt wird, verschwinden weder die globalen Herausforderungen, noch die transatlantischen Interessenskonflikte. Aber die Chancen steigen, dass man Krisen wie Corona, Klima und die Rezession wieder global und gemeinsam angeht“, sagte der Grünen-Politiker.

Foto: Joe Biden, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Giffey will SPD in Berlin stärken

Nächster Artikel

Nein zur Verlegung Nawalnys stößt im Bundestag auf Skepsis