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Giffey bereut Doktorarbeit nicht

Franziska Giffey, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) bereut es nach eigenen Angaben nicht, ihre Doktorarbeit geschrieben zu haben. „Das ist meine Arbeit, mit der ich mich fünf Jahre meines Lebens beschäftigt und bei der ich sehr viel gelernt habe“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben).

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„Strukturiert vorzugehen, große Texte zu erfassen und daraus die wesentlichen Schlüsse zu ziehen, mich auf Dinge zu konzentrieren und sie zu Ende zu bringen – das kann mir keiner nehmen“, fügte sie hinzu. „Es ist schon ein einmaliger Vorgang, dass eine Arbeit insgesamt drei Mal geprüft wird.“ Sie führte aus: „Ich habe 2010 ein Promotionsverfahren durchlaufen und eine sehr gute Bewertung bekommen. Zehn Jahre später gibt es eine Prüfung durch ein von der Freien Universität Berlin eingesetztes Gremium, die fast ein Jahr lang dauert und am Ende bekomme ich in einem Verwaltungsakt bestätigt, dass an der Eigenständigkeit der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich kein Zweifel besteht.“ Die SPD-Politikerin sagte: „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass über ein Jahr nach der bereits getroffenen Entscheidung eine erneute Prüfung vorgenommen wird.“ Die Berliner SPD-Vorsitzende sagte, sie werde – unabhängig vom Ausgang der erneuten Prüfung ihrer Dissertation durch die Freie Universität Berlin – auf jeden Fall für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin kandidieren. Die SPD und die Berliner könnten sich auf sie verlassen – „egal was passiert“. Und weiter: „Ich bin Landesvorsitzende der Berliner SPD und meine Partei hat mich als Spitzenkandidatin für die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus nominiert.“ Die Wähler könnten am Wahltag entscheiden, ob sie das wollen. „Wer Giffey will, muss SPD wählen.“

Foto: Franziska Giffey, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Manfred Pelzer
    22. Dezember 2020 um 15.33

    Auf VroniPlag kann man Satz für Satz, Wort für Wort nachverfolgen, wo Frau Giffey in ihrer sogenannten Doktorarbeit nicht nur mehr als 200 Textstellen verschiedenster Quellen geklaut hat, sondern auch wie sie mit großer Sorgfalt diese geklauten Textstellen grammatikalisch ein wenig verändert hat. Sie hat also vorsätzlich getäuscht.
    Schüler und Schülerinnen, die in der gymnasialen Oberstufe eine Facharbeit schreiben, erhalten für eine solche „Leistung“ die Note „Ungenügend“ – zum Teil mit harten Konsequenzen (evtl. Wiederholung eines Schuljahres; im schlimmsten Fall Entlassung aus der Oberstufe).
    Wenn Frau Giffey erklärt, dass sie auf die Führung des Doktortitels verzichten wolle, u.a. um „Schaden von meiner politischen Arbeit“ abzuwenden, verharmlost sie den Sachverhalt. Es geht hier um Diebstahl am geistigen Eigentum anderer.
    Die Rolle von Frau Giffeys Doktormutter bleibt im Moment noch völlig unklar. Hat sie das Pamphlet überhaupt gelesen? Oder wollte sie ihre Doktorandin ins offene Messer laufen lassen?