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Esken plädiert für Eurobonds als dauerhafte Lösung

Saskia Esken, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Diskussion um die Finanzierung der wirtschaftlichen Kosten der Coronakrise in der EU plädiert SPD-Chefin Saskia Esken für schnelle Hilfen an besonders betroffene Länder. „Deswegen sind die Instrumente des ESM, des Europäischen Stabilitätsmechanismus, jetzt schnell verfügbar“, sagte Esken der RTL/n-tv-Redaktion. Allerdings sollten diese Hilfen nach Ansicht Eskens nicht mit strikten Sparauflagen verknüpft werden.

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Perspektivisch spricht sich die SPD-Vorsitzende aber für gemeinsame Schulden und damit für Eurobonds aus. „Auf Dauer bin ich der Meinung, genau wie Norbert Walter-Borjans, dass die gemeinsame Schuldenaufnahme, die am Ende gemeinsame Zins- und Tilgungsleistungen bedeutet, den richtigen Ansatz liefert.“ Das sei solidarisch. „Und sorgt dafür, dass die Europäische Union als Volkswirtschaft schnell auf die Beine kommt. Das hilft auch uns“, so Esken.

Foto: Saskia Esken, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Wolfram Hetmann
    9. April 2020 um 13.58

    Die Abgeordnete hat wohl vergessen von wem sie gewählt wurde. Sie sollte sich mal fragen, was kann ich für Deutschland machen, für das Deutsche Volk und nicht, wie kann ich die marode Staaten vor ihrer selbstgemachten Misere retten.Es wird Zeit das die SPD sich mal eine realistisch denkende Parteiführung und keine Traumtänzer wählt. Dann geht es auch mit der Wählergunst vielleicht wieder aufwärts.

  2. W. Lorenzen-Pranger
    9. April 2020 um 17.28

    „…und nicht, wie kann ich die marode Staaten vor ihrer selbstgemachten Misere retten.“

    Genau das tut sie doch. Sie will die marode Bundesrepublik Deutschland retten, in dem sie die wichtigsten Abnehmer deutscher Produkte am laufen hält. Italien z.B. hat seine Schulden bei der EU stets pünktlich beglichen. Was glauben sie, was hier los ist, wenn die deutsche Wirtschaft noch mehr gebeutelt wird als im Augenblick, weil auch kein Kunde für in Deutschland gefertigte Produkte mehr da ist.
    Ich kapiere nicht, daß das so schwer zu verstehen sein soll.
    Wenn einer EXPORT-Nation ist, dann hat er seine Abnehmer logischerweise im Ausland – oder fahren sie zehn deutsche Autos z.B. gleichzeitig und haben mindestens hundert Paar Salamander-Schuhe im Schrank?