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Esken: „Knausern ist jetzt wirklich nicht angebracht“

Saskia Esken, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chefin Saskia Esken hat angekündigt, dass der Bund auch bei den Krisenprogrammen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer unbegrenzt Geld nachschießen wird, falls die nun beschlossenen 40 Milliarden Euro nicht ausreichen sollten. „Wenn man einen Fonds auflegt, muss man auch eine Summe nennen. Die debattierten 40 Milliarden Euro für Kleinstunternehmer und Solo-Selbstständige sind kein Deckel“, sagte Esken den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagsausgaben).

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Wenn das Geld zu Ende sei, werde die Bundesregierung nachschießen. „Dafür wird die SPD sorgen“, so die SPD-Chefin weiter. Es gehe jetzt darum Menschen zu unterstützen, die Unterstützung dringend bräuchten. „Knausern ist jetzt wirklich nicht angebracht“, sagte Esken. Man wolle „niemanden hängenlassen“. Vor allem Menschen, bei denen es schon in normalen Zeiten am Monatsende finanziell knapp werde, kämen jetzt in Existenznöte, warnte die SPD-Chefin. Die Schwächsten treffe die Krise „am härtesten, das ist doch klar“. Diese Menschen seien nun besonders auf Solidarität angewiesen, fügte Esken hinzu und forderte eine temporäre Reform bei der Berechnung des Wohngeldes. Wenn Einkommen wegfällt, müsse „sofort ein Wohngeldanspruch oder ein Recht auf Erhöhung bestehen – nicht erst nach sechs Monaten“, sagte Esken den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Beim Kinderzuschlag werde die Berechnungsgrundlage gerade entsprechend geändert. „Eine solche Regelung brauchen wir auch beim Wohngeld“, so die SPD-Politikerin.

Foto: Saskia Esken, über dts Nachrichtenagentur

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