Entwicklungsminister will „Pariser Abkommen für den Artenschutz“
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Zum Internationalen Tag des Waldes am Sonntag hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein Artenschutz-Abkommen nach Vorbild des Pariser Klimavertrags gefordert. „Wir brauchen ein ‚Paris-Abkommen‘ für den Artenschutz“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).
„Denn Wälder sind auch Lebensräume: Weltweit leben 300 Millionen Menschen von und mit dem Wald. Sie bieten drei Vierteln aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde eine Heimat.“ Dieses Welterbe müsse man konsequent schützen. Der Waldverlust sei weiterhin „alarmierend hoch“, sagte Müller: „Jedes Jahr verschwinden von der Erde rund zehn Millionen Hektar Wald – das ist fast ein Drittel der Fläche von Deutschland.“ Schuld daran sei vor allem die Abholzung für den Anbau von Soja- und Palmölplantagen. Notwendig sei daher „eine streng überwachte Zertifizierung und ein Importverbot für Soja, das auf gerodeten Waldflächen angebaut wurde“.
Foto: Hummel bestäubt Sonnenblume, über dts Nachrichtenagentur
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