DIW-Chef: Reformpaket kein großer Wurf

via dts Nachrichtenagentur

DIW-Chef Marcel Fratzscher hat das Reformpaket der Bundesregierung begrüßt, spricht aber nicht von einem großen Wurf. „Das Reformpaket ist nicht der große Wurf, sondern eher ein Symbolpaket. Es wird der deutschen Wirtschaft nicht den gewünschten Impuls für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit geben“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“.

Es sei ein politischer Kompromiss mit begrenzten Ambitionen, der die großen Differenzen innerhalb der Bundesregierung zeige. Das Paket solle drei Botschaften enthalten: die Entlastung der Mitte, die Flexibilisierung für Unternehmen und eine härtere Linie beim Sozialstaat, so der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

„Die Steuerreform ist unambitioniert, nicht ausfinanziert und entlastet zwar auch Familien und mittlere Einkommen, aber in absoluten Euro-Beträgen profitieren vor allem höhere Erwerbseinkommen unterhalb der Reichensteuer-Schwelle“, sagte der Top-Ökonom. Eine echte Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen müsste stärker bei Sozialabgaben, Transfers oder Erwerbstätigenzuschüssen ansetzen – dies fehle jedoch im Paket größtenteils.

Bei der Steuerreform habe sich die Union durchgesetzt, da die Erhöhung des Reichensteuersatzes ab 250.000 Euro Jahreseinkommen eher symbolisch sei und dem Staat nur geringe zusätzliche Einnahmen verschaffen werde, so Fratzscher.

dts Nachrichtenagentur

Anzeige

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenSiegmund lehnt Wahl zum Ministerpräsidenten durch BSW-Enthaltung abNachrichtenExperte zweifelt an Bahn-Strategie für mehr StolzNachrichtenDax mit neuen Rekorden – Anleger ignorieren Unsicherheitsfaktoren
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenMotorradfahrer in Stuhr bei Kollision mit Sattelzug schwer verletztNachrichtenStudie: EU-Zölle auf E-Autos treffen Staaten unterschiedlichNachrichtenBundes-BSW fordert Rücktritt von Thüringens Ministerpräsident VoigtNachrichtenUmfrage: Parteien kümmern sich zu wenig um BürgeranliegenNiedersachsenVermisste 78-Jährige aus Bostel tot aufgefundenNiedersachsenErhöhte Waldbrandgefahr in Osnabrück und Umgebung
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok