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Deutscher Städtetag fordert Tariflösung statt Warnstreiks

Deutscher Städtetag, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Städtetag appelliert an die Gewerkschaften, die Belastungen der Bürger durch Corona nicht mit Warnstreiks zu vergrößern. „Wir brauchen eine faire Lösung für den Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst am Verhandlungstisch“, sagte Städtetags-Präsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Vor allem Streiks in Kitas würden Eltern und Kinder nach dem Lockdown noch einmal zusätzlich belasten.

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„Warnstreiks während der Corona-Pandemie wirken wie aus der Zeit gefallen.“ Die Städte seien sich ihrer Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten bewusst. „Sie sorgen dafür, dass viele Dienstleistungen trotz Corona weiterlaufen“, sagte Jung. Dafür verdienten sie Anerkennung. Gleichzeitig verwies Jung auf die immensen finanziellen Einbußen der Kommunen durch die Folgen der Pandemie. Die Arbeitgeber, so Jung, wollten nach weiteren Gesprächen auf Arbeitsebene ein Angebot vorlegen. „Ziel ist, in der nächsten Verhandlungsrunde am 22./23. Oktober zu einem tragbaren Ergebnis zu kommen“, sagte Jung. Die Gewerkschaft Verdi hatte von Dienstag an Warnstreiks angekündigt, um den Druck auf die Tarifverhandlungen zu erhöhen. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro.

Foto: Deutscher Städtetag, über dts Nachrichtenagentur

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