Dax startet vor Ifo-Daten leicht im Plus – Frankreich im Fokus

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist am Montagmorgen knapp positiv in die Handelswoche gestartet. Gegen 9.30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 18.185 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag.

Neben dem Ifo-Geschäftsklimaindex für den Juni, der am Vormittag veröffentlicht wird, stehen die Neuwahlen in Frankreich im Fokus der Börsianer. „Anleger dürften sich vor dem finalen Wahlergebnis am 7. Juli nicht zu weit aus der Deckung wagen“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Zudem werden in der zweiten Wochenhälfte wichtige Inflationsdaten in den USA veröffentlicht. Der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben am Freitag ist einer der favorisierten Inflationsindizes der Notenbank Fed. Durch die zeitliche Nähe zur ersten Wahlrunde in Frankreich dürften die Daten aber vor allem die Wall Street beeinflussen.“

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Es sei gut möglich, dass der Deutsche Aktienindex in den kommenden beiden Wochen losgelöst von der Wall Street ein Eigenleben entwickele. Nach dem Schwächeanfall vor zwei Wochen gehe es weiterhin um Schadensbegrenzung. „Die Stabilisierung über 18.000 Punkten hat für erste spekulative Käufe gesorgt, auch weil politische Börsen bekanntermaßen kurze Beine haben. So könnten einige Anleger darauf setzen, dass am Ende doch nicht alles so schlimm kommt, wie im Vorfeld befürchtet.“

„Der Technologiebörse Nasdaq ging in der vergangenen Woche die Puste aus. Nach einer rekordverdächtigen Gewinnserie machen sich die Anleger in New York im Moment bereit für eine gewisse Abkühlung. Sollten die Inflationsdaten zum Ende der Woche allerdings die Erwartungen einer baldigen Zinssenkung der US-Notenbank bekräftigen, könnte die Hausse direkt wieder Fahrt aufnehmen. Auch in der vergangenen Woche konnten mahnende Töne aus den Reihen der Geldpolitiker die KI-Euphorie nicht stoppen. Warum sollte dies nun anders sein?“

Der Aufwärtstrend sei intakt und es sei nun einmal wahrscheinlicher, dass sich ein Trend fortsetze, als dass er sich umkehre. Solange die Inflationsentwicklung abwärts zeige, bestehe kein wirkliches Verkaufsinteresse. „Die Anleger sitzen auf hohen Kursgewinnen und da fällt eine kleine Korrektur wie in der vergangenen Woche fast gar nicht auf.“ Das sei zu wenig, um die Anleger wirklich nervös werden zu lassen. „Sie gehen davon aus, dass die Dynamik anhalten wird und der Trend hin zu weiter steigenden Kursen Bestand hat“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0707 US-Dollar (+0,13 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9340 Euro zu haben.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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