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CSU attackiert Deutsche Umwelthilfe für Pro-Tempolimit-Kampagne

Deutsche Umwelthilfe, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um ein generelles Tempolimit in Deutschland verschärft sich der Ton. CSU-Generalsekretär Markus Blume hat die Deutsche Umwelthilfe scharf für deren Pro-Tempolimit-Kampagne (Stand Samstag: rund 118.000 Unterstützer) kritisiert. „Die Deutsche Umwelthilfe will den Verkehr total ausbremsen“, sagte Blume zu „Bild am Sonntag“.

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„Vielen stinkt auch, wie die DUH unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit seit Jahren einen Feldzug gegen das Auto organisiert.“ Die Deutsche Umwelthilfe wiederum schießt gegen die CSU-Kampagne gegen eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung (Stand Samstag: rund 170.000 Unterstützer). „Die CSU versucht sich mit dieser Kampagne doch nur an die AfD-Wähler ranzuschmeißen“, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch zu „Bild am Sonntag“. Während seit einem Jahr Fridays For Future mit klugen Argumenten konkreten Klimaschutz einfordere, starteten die Politiker der CSU „eine primitive Kampagne für ein besinnungsloses Rasen“. Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt meldete sich in der Debatte zu Wort und forderte SPD, Union und FDP auf, ein Tempolimit nicht länger zu blockieren, damit „wir endlich für mehr Sicherheit und Klimaschutz im Verkehr sorgen und alle Verkehrsteilnehmer vor rücksichtsloser Raserei schützen“. Göring-Eckardt zu „Bild am Sonntag“: „Alles spricht für ein Sicherheitstempo 130 auf unseren Autobahnen.“

Foto: Deutsche Umwelthilfe, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

  1. Werner
    10. Februar 2020 um 12.28

    Jetzt heißt’s also „Sicherheitstempo 130“. Scheint allmählich selbst bei den Befürwortern eines Tempolimits angekommen zu sein, dass es für den Umweltschutz praktisch nichts bringt.
    Wegen „Sicherheit“ vll eine Sache aus eigener Erfahrung:
    Fahrten auf österreichischen Autobahnen waren für mich immer ziemlich ermüdend – wegen der „Schlange“ vom Brenner bis Kufstein einerseits und auch, weil man sich dauernd konzentrieren musste, ja nicht ein paar km/h zu schnell zu sein. Ein bisschen „Ermunterung“ brachte da nur der Blick auf Radio etc. .
    Kurz nach Kufstein auf der BAB dann löste sich die Schlange innerhalb kürzester Zeit auf und die Müdigkeit war wie weggeblasen.
    Also die Bezeichnung „Sicherheitstempo“ scheint mir doch auch nicht sooooo sinnvoll zu sein.
    Und der Unvernunft einiger auf der Autobahn wird man doch auch anders beikommen können, als viele mit Tempo 130 zu „gängeln“?

  2. Grimm Bernd
    10. Februar 2020 um 21.03

    Ich war in LB im Klinikum, es ist erschreckend was dort für eine Verpackungsmenge täglich anfällt. Vom Joghurt u.- Frischkäsebecher, 3 x Plastiklöffelchen pro Tag plus Einmalwasserflaschen von Ensinger Mineralwasser. Vermutlich ist das in allen Kliniken Deutschlands so.
    Seit heute läuft im RTL ab 16.00 Uhr eine Talksendung in der sowohl Politik, Prominenz,Verantwortliche und Betroffene zu Wort kommen sollen. Meine Bitte an Sie wäre, dass eine Vertretung ihrer Organisation dort auch zu diesem Thema Stellung nimmt. Wir sind noch meilenweit von einer umweltbewußten Produktion bzw von einem umweltbewußten Verhalten von Produzenten und Verbrauchern entfernt. Vielleicht können Sie sich für so eine Aufklärungskampagne auf diesem Podium bei RTL einsetzen. Oder bei den verantwortlichen Stellen sprich Verwaltungen, Rathäusern der Kommunen etc intervenieren.
    Für Ihren Einsatz in allen Bereichen haben Sie meinen größten Respekt und hertlichsten Dank.

  3. Klaus
    11. Februar 2020 um 12.06

    Ein Tempolimit fördert nur das unsichere Fahren und provoziert Unfälle. Ich sehe wohin temporäre Beschränkungen fphren, nämlich zu mehr Staus auf unseren Autobahnen. Soll doch jeder Fahren, wie er kann oder will, ohne die Anderen zu behindrn oder zu belästigen. Dann brauchts kein allgemeines Tempolimit, wenn man es einfach laufen lässt. Zumal entsteht bei der besseren Auslastung des Motors bei höherer Geschwindigkeit weniger Schadstoff, als ´wenn er quali zwangsgedrosslet auf den Autobahnenmit 130 „herumtuckern2 muss. 130 ist kein Sicherheitstempo sondern die Ursache von noch mehr Stau und schlechtem Verkehrsfluss und somit mehr Unfällen