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Corona-Krise: Bahn fühlt sich nicht an Abstandsempfehlung gebunden

ICE 1, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Obwohl das Robert-Koch-Institut in der Corona-Krise einen Personenabstand von einem bis zwei Metern empfiehlt, ergreift die Deutsche Bahn vorerst keine entsprechenden Maßnahmen für die organisierte Verteilung der Passagiere in den Waggons. „Eine Abstandsempfehlung gibt es für Restaurants“, sagte ein Bahnsprecher am Dienstagnachmittag der dts Nachrichtenagentur unter Bezug auf die von Bund und Ländern am Montag beschlossenen Leitlinien. Man stehe „in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern und den Ministerien“.

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Von dem Vorschlag, in den Fernzügen eine Reservierungspflicht einzuführen und dabei dann nicht mehr alle Plätze zu vergeben, hält die Bahn offenbar nicht viel. „Eine Reservierungspflicht im Fernverkehr gibt es nicht“, sagte der Bahn-Sprecher. Der Bahnverkehr laufe indes „stabil und nahezu ohne Einschränkungen“. Derzeit komme es nur im grenzüberschreitenden Bahnverkehr aufgrund behördlicher Anordnungen zu Einschränkungen. Es sei „oberstes Anliegen“, auch in schwierigen Situationen den Betrieb aufrechtzuerhalten, „so lange wie möglich und so gut wie möglich“, so der Bahn-Sprecher.

Foto: ICE 1, über dts Nachrichtenagentur

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