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Bremer Bildungssenatorin fürchtet Lockdown-Folgeschäden bei Kindern

Hinweis auf Mund-Nasen-Schutz an einer Straßenbahnhaltestelle, über dts Nachrichtenagentur

Bremen (dts Nachrichtenagentur) – Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) hat dazu aufgerufen, die Auswirkungen der Schul- und Kita-Schließungen auf Kinder mehr in den Blick zu nehmen. „Infektionsschutz ist wichtig, aber es muss eine Abwägung mit anderen Folgeschäden getroffen werden. Ein maximaler Infektionsschutz, wie er manchen sicherlich recht wäre, bedeutet maximale Schäden in anderen Bereichen“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

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Die SPD-Politikerin verwies auf Rückmeldungen von Kinder- und Jugendärzten, die sie zu den Nebenwirkungen des Lockdowns erhalte: „Kinder haben einen erheblichen Bewegungsmangel, Konzentrationsschwächen nehmen zu, die Sprachentwicklung ist gestört, und auch depressive Verstimmungen werden diagnostiziert.“ Dies trete schon bei kleinen Kindern auf, so Bogedan. Sie sagte: „Der Infektionsschutz darf Kinder nicht ihrer Zukunftschancen berauben.“

Vor diesem Hintergrund verteidigte sie auch die geplante Öffnung der Grundschulen in Bremen zum 1. März ungeachtet der Warnungen vor einer möglichen dritten Corona-Welle. In Bremerhaven soll dies später erfolgen, da hier der Inzidenzwert noch höher ist. „Kinder brauchen Kinder, und sie brauchen Kita und Schulen für eine gute Entwicklung. Das gilt besonders für den Nachwuchs aus ärmeren Haushalten.“

Für deren Familien sei es derzeit ein echtes Problem, dass das kostenlose Mittagessen in der Schule ausfalle und sich nun die Eltern um die Versorgung kümmern müssten. Zudem fehle es Kindern häufig an Rückzugsorten, um vernünftig zu lernen. Kritik von Grundschulrektoren in der Entscheidung zur Schulöffnung nehme sie ernst. „Aber diese Sorgen spiegeln sich nicht im Infektionsgeschehen wider. Insbesondere an den Grundschulen haben wir sehr wenige Infektionen bislang in Bremen.“

Foto: Hinweis auf Mund-Nasen-Schutz an einer Straßenbahnhaltestelle, über dts Nachrichtenagentur

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