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Bitkom-Chef für Handytracking im Kampf gegen Corona-Krise

Blonde Frau mit Telefon, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um Handytracking in der Corona-Krise hält der Präsident des IT-Verbands Bitkom, Achim Berg, datenschutzrechtliche Vorbehalte für unangebracht. „Der Schutz von Leben ist mir persönlich in der aktuellen Krise wichtiger als der Schutz meiner Daten“, sagte Berg dem „Handelsblatt“. Er werde eine Tracking-App nutzen, sobald sie verfügbar sei.

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Digitale Technologien könnten „ganz wesentlich“ dazu beitragen, die Corona-Pandemie zu verlangsamen, einzudämmen und zu besiegen, so der Bitkom-Präsident weiter. Über spezielle Apps, die auf Standortdaten zugreifen können, etwa via GPS, könnten individuelle Kontakte und besonders gefährdete Personen identifiziert werden, um die Infektionsketten zu unterbrechen. „Technisch ist es möglich, genau zu ermitteln, wer sich wann wo befunden hat und zu welchen Kontakten es dabei gekommen sein kann“, so Berg. Werde dieser Ansatz auf freiwilliger Basis umgesetzt, müssten sich Nutzer eine solche App aus eigenem Antrieb heraus herunterladen und proaktiv zustimmen, dass ihre Daten zum Zweck der Eindämmung der Pandemie genutzt werden dürfen. „Dieses Verfahren wäre umso erfolgreicher, je mehr Nutzer sich freiwillig dazu bereit erklären, eine solche App zu nutzen“, sagte der Bitkom-Präsident dem „Handelsblatt“.

Foto: Blonde Frau mit Telefon, über dts Nachrichtenagentur

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