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Berlin: Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen auf Rekordhoch

Wohnhaus, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen ist in Berlin im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen. Rund 18.800 Wohnungen waren betroffen, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen dem Tagesspiegel (Dienstagausgabe) mit.

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Im Vorjahr waren es gerade einmal 12.689 Fälle, 2018 gut 12.800 gewesen. Mit der Umwandlung wollen die Vermieter von den steigenden Immobilienpreisen in Berlin profitieren. Mieterschützer warnen jedoch vor einer Verdrängung der Mieter, die nach Ablauf der gesetzlichen Schonfrist mit einer Eigenbedarfskündigung rechnen müssten. Abhilfe sollen schärfere Vorschriften für eine Umwandlung schaffen, die Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU) auf den Weg gebracht hat.

Doch die Verhandlungen zwischen den Regierungsfraktionen sind schwierig. Die Union hat Bedenken, dagegen drängt die SPD auf eine Einigung: „Die Umwandlung ist eine tickende Zeitbombe“, sagte der SPD-Baupolitiker Klaus Mindrup. „Die Mieterinnen und Mieter können nahezu sicher sein, dass sie die Eigenbedarfskündigung bekommen, sobald die Schutzfrist abgelaufen ist“, so Mindrup.

Foto: Wohnhaus, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Markus
    26. April 2021 um 21.40 — Antworten

    Lösung: die Wohnung bzw. das Haus selbst kaufen, dann gibt es auch keine Kündigung.

    • W. Lorenzen-Pranger
      28. April 2021 um 13.14 — Antworten

      Ging vor zwanzig Jahren noch mit nem recht normalen Einkommen. Jetzt ist das Haus, das ich bewohne, mehr als doppelt so teuer, obwohl es ja schon so viel älter ist. Immobilienpreise sind geradezu explodiert. Leider.

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