Bericht: TUI und Boeing einigen sich auf Schadenersatz

Tui-Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Der Reisekonzern TUI soll sich laut eines Zeitungsberichts mit dem US-Flugzeughersteller Boeing auf eine Kompensation für den finanziellen Schaden verständigt haben, der durch Flugverbote für Maschinen des Typs 737 Max entstanden ist. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, soll Boeing eine Zahlung leisten, „die einen erheblichen Teil des Schadens abdeckt“, über deren genaue Höhe aber Stillschweigen vereinbart worden sei. Außerdem bekomme TUI ein Guthaben für künftige Flugzeugbestellungen, schreibt die Zeitung.

Angeblich war im vergangenen Geschäftsjahr ein Schaden von 293 Millionen Euro entstanden, weil unter anderem Ersatz für die nicht gelieferten Maschinen beschafft werden musste. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres war die Summe weiter gestiegen. Laut des Berichts der FAZ sieht die Einigung mit Boeing außerdem vor, dass die Auslieferung der bestellten 61 Maschinen über einen längeren Zeitraum gestreckt wird, als ursprünglich geplant. Das gebe dem Konzern die Möglichkeit, die Flotte seiner Airlines zu verkleinern, die gleichzeitig ältere Maschinen wie geplant aus der Flotte ausscheiden sollen. Auch Konkurrenten wie Lufthansa und Easyjet passen als Reaktion auf die niedrigeren Erwartungen ihre Flotten an. Wie die FAZ weiter berichtet, soll Boeing in den kommenden zwei Jahren angeblich weniger als die Hälfte der geplanten Flugzeuge an TUI liefern. Die Einigung hat vermutlich zur Folge, dass TUI in den nächsten Jahren einen niedrigeren Kapital- und Finanzierungsbedarf hat. Außerdem soll die Liquidität gestärkt werden, was für den mit einem Staatskredit geretteten Reisekonzern besonders wichtig ist.

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Foto: Tui-Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur

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