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Bericht: Länder planen Aktionsplan gegen Long-Covid

Menschen mit Schutzmaske vor einem Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bund und Länder wollen Long-Covid-Patienten offenbar stärker helfen. Sie planen einen sogenannten Nationalen Aktionsplan „Post-Covid-Syndrom“, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ unter Berufung auf einen Beschlussentwurf der Gesundheitsministerkonferenz (GMK).

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So soll es zunächst eine Konferenz mit Vertretern von Krankenkassen, Ärzten und Berufsverbänden geben. Ziel der Konferenz sei es, die Akteure „zu sensibilisieren und zusammenzubringen“. Konkret geht es laut Bericht vor allem um Rehabilitationsbedarfe. Jeder zehnte Corona-Erkrankte kämpft mit langanhaltenden Gesundheitsproblemen.

Vom sogenannten Long-Covid-Syndrom sind etwa 350.000 Menschen betroffen. Laut der Papiers wollen die Länder darüber hinaus spezielle Behandlungsstrukturen aufbauen. Geplant ist demnach die „Unterstützung des Aufbaus und Betriebs von spezialisierten Behandlungsstrukturen (interdisziplinäre Post-Covid-Ambulanzen)“. Begründet wird das mit dem „sehr vielgestaltigen“ Erkrankungsbild, weshalb „einzelne Fachgebiete in der Regel nicht den Anforderungen der Patientinnen und Patienten gerecht“ werde, schreibt das Magazin.

Zudem wollen die Länder Neugründungen im Bereich der Selbsthilfe bei Post-Covid-Syndrom fördern. Verantwortlich seien hierfür die für Förderungen von Selbsthilfegruppen zuständigen staatlichen und nicht – staatlichen Stellen. „Selbsthilfe ist neben der ambulanten, stationären und rehabilitativen Versorgung ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitssystems. Insbesondere bei einem neuen Krankheitsbild wie dem „Post-Covid-Syndrom“ ist der gegenseitige Austausch, die Unterstützung, Beratung und Vernetzung von Betroffenen wesentlich“, heißt es zur Begründung.

Details werden aber nicht genannt, berichtet „Business Insider“. Die Gesundheitsministerkonferenz tagt am Mittwoch ab 10 Uhr. Offizielle Ergebnisse soll es gegen Nachmittag geben.

Foto: Menschen mit Schutzmaske vor einem Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    15. Juni 2021 um 20.15

    Interessant, Wie soll das denn aussehen bei einer Krankheit, die nicht einmal eindeutig zu diagnostizieren ist?

    Zitat: >Insbesondere bei einem neuen Krankheitsbild wie dem „Post-Covid-Syndrom“ ist der gegenseitige Austausch, die Unterstützung, Beratung und Vernetzung von Betroffenen wesentlich“, heißt es zur Begründung. <

    Na, dann "tauscht euch mal schön aus". Die mich derzeit behandelnden Ärzte sagen, es kann keine eindeutige Diagnose geben, schon weil die Antikörper längst wieder weg sind – und ich habe allen Grund, denen zu vertrauen. Ohne deren letztlich einfache, aber effektive, Maßnahmen säße ich hier sehr wahrscheinlich längst nicht mehr an der Tastatur, schon weil ich die Quälerei und – vor allem auch – die Würdelosigkeit all dessen nicht länger ertragen hätte.
    "Bund und Länder" auf den Spuren des Voodoo? Viel Spaß – und ich hoffe, die Krankenkassen sche**en euch was und halten sich lieber an belegte Fakten, so wie die mich behandelnden Ärzte auch.
    Ja, wahrscheinlich wars "Long-Covid", nachweisbar ist das eben nicht, ist eben schon zu "long".