Bayerischer Rundfunk verzichtet vorerst auf Genderstern
München (dts Nachrichtenagentur) – Die Intendantin des Bayerischen Rundfunks, Katja Wildermuth, hält die Auseinandersetzungen über das Gendern für eine „sehr interessante, dynamische“ Debatte. „Was ich daran gut finde, ist, dass es zu einer Sensibilisierung des Sprachgebrauchs geführt hat, zu einer gewissen Selbstbeobachtung und zum Hinterfragen der eigenen Praxis“, sagte sie dem „vbw-Unternehmermagazin“.
Der BR habe für sich entschieden, auf geschlechtergerechte Sprache zu achten, vorerst allerdings ohne den sogenannten Genderstern. „Wir werden bis zum Jahresende Erfahrungen sammeln und dann neu evaluieren.“ Ausgenommen davon seien junge Angebote, bei deren Zielgruppe das bereits etabliert und akzeptiert sei. „Ich bin der Meinung: Eine wachsende Sensibilität ist gut, aber entscheiden sollten wir das in Ruhe“, so Wildermuth.
Zugleich stellte sie aber auch klar: „Bei Nachrichten geht es auch um Verständlichkeit.“ Deshalb wolle die Geschäftsleitung aus der „Emotionalität dieser Debatte“ herauskommen, „um am Ende eine valide Entscheidung im Haus treffen zu können“.
Foto: Bayerischer Rundfunk, über dts Nachrichtenagentur
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