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Bahn verschiebt Eröffnung von Stuttgart 21 erneut

via dts Nachrichtenagentur

Das Großprojekt Stuttgart 21 soll nicht wie geplant im Dezember 2026 eröffnet werden. Das habe Bahn-Chefin Evelyn Palla am Mittwoch dem Aufsichtsrat und den Projektpartnern mitgeteilt, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Konzernkreise.

Schon im Sommer, und damit noch vor Pallas Amtsantritt, hatten Analysen der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH sowie des Beratungsunternehmens PWC demnach gezeigt, dass es mit dem geplanten Eröffnungsdatum erhebliche Risiken gäbe. Nach einer weiteren Überprüfung zog Palla jetzt die Reißleine.

Grund für die aktuelle Verzögerung sind technische Probleme am sogenannten Digitalen Knoten Stuttgart – einem Pilotprojekt, mit dem die Leit- und Sicherungstechnik der Bahn im Großraum Stuttgart digitalisiert wird. Offenbar gibt es Probleme mit der Zulassung und Freigabe von Technik des japanischen Konzerns Hitachi, einem zentralen Projektpartner der Bahn beim Digitalen Knoten.

Einen neuen Termin für die Eröffnung nannte Palla bislang nicht. Der könne voraussichtlich erst Mitte des kommenden Jahres genannt werden, wenn ein valides Konzept für die Fertigstellung der Arbeiten vorliege, heißt es aus dem Konzern. Andernfalls drohe man, weiteres Vertrauen zu verspielen.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Demofotograf
    19. November 2025 um 13.14 — Antworten

    Ninja, was soll man dazu sagen. Die DB ist einfach zu blöd, einen Bahnhof zu bauen.
    Der erste Eröffnungstermin war für 2008 angesetzt, also eigentlich bevor jegliche Bauarbeiten im Februar 2010 begannen. Damals war man noch unter 4,5 Milliarden Euro.
    Zwischenzeitlich sind 17 Jahre vergangen, die Stadt Stuttgart ist seit 15 Jahren eine einzige Baustelle, von der man beim Bau von S21 eigentlich gar nichts mitbekommen sollte
    Da müsse man schon den Kopf in den Gulli stecken, so der Spruch des zum Glück nicht mehr existierenden OBs Schuster.
    Dem ist allerdings nicht so. Da das Bahnhofsgebäude schon seit Jahren gesperrt ist, wurde ein sogenannter ‚Fernwanderweg‘, ein Bau für die Reisenden, um zu den Gleisen zu kommen mit 400m Umweg quer über die Baustelle.
    Da jetzt wieder die Eröffnung verschoben wurde von Dezember 2026 auf voraussichtlich unbestimmte Zeit, weil angeblich Probleme bei der Zulassung von Zugleittechnik bestehen, kann man davon ausgehen, dass weitere Jahre ins Land gehen, bevor dieser Schrottbahnhof in Betrieb geht.
    Der Bahn kann man eigentlich nur empfehlen, das Projekt endlich einzustellen. Das wird nichts mehr und S21 als Haltestelle von der Bahn deklariert, wird nur dafür sorgen, dass der Bahnverkehr in Stuttgart nicht mehr funktioniert. Es ist also besser, den funktionierenden Kopfbahnhofs zu sanieren und die Vorschläge der Projektgegner (www.umstieg21.de) umzusetzen. Da werden die jetzt leider gebaute Tunnelhaltestelle sowie die anschließenden Tunnels zu einen Stadtlogistik umgebaut.
    Weitere Informationen gibt es unter http://www.youtibe.com/Demofotograf/Videos zu sehen.

  2. Demofotograf
    19. November 2025 um 13.30 — Antworten

    Achja, wichtige Info:
    Die Kosten für diesen Schrottbahnhof liegen mittlerweile bei 12,5 Milliarden Euro. Und dies für eine Haltestelle, die schon bei der Planung zu klein war und nicht einmal den heutigen Bahnverkehr mit 37 Zügen in einer guten Qualität abliefern kann.
    Dies deshalb, weil 16 Gleise, die von 14 Linien benutzt werden, nicht über 8 Gleise in der Haltestelle abgefertigt werden können.
    Mehr als 100 Gleisdoppel- und -mrhrfachbelegungen sollen mit ETCS, dem Zugleitsystem, bei dem es jetzt Probleme gibt, dafür sorgen, dass es trotzdem funktioniert. Da glaubt auch nur die DB dran.
    Nochmals die Empfehlung an die Deutsche Bahn:
    Beendet das Projekt ‚Stuttgart21‘. Es ist Schrott und wird niemals funktionieren, sondern nur den Bahnverkehr im Grossraum Stuttgart zerstören.

    Viele Grüße aus Stuttgart

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