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Bär für Messengerdienst Wire zur Behördenkommunikation

Geschäftsfrauen mit Smartphone, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts nicht abreißender Kritik an dem zu Facebook gehörenden Messenger Whatsapp hat Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) für eine Alternative zur Behördenkommunikation geworben. „Für die behördeninterne Kommunikation steht einer Reihe von Bundesministerien und dem Bundeskanzleramt der Messengerdienst Wire im Rahmen einer Erprobungsphase zur Verfügung“, sagte Bär dem „Handelsblatt“. Die Metadaten der Kommunikation auf Wire seien vor Außenstehenden geschützt.

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Bär reagierte damit auf eine Warnung des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Ulrich Kelber. Dieser hatte kürzlich in einem Schreiben an alle Bundesministerien und -behörden erklärt, dass der Einsatz von Whatsapp für eine Bundesbehörde ausgeschlossen sei. In dem Schreiben wies Kelber darauf hin, dass alleine durch die Versendung von Nachrichten jedes Mal Metadaten an Whatsapp geliefert würden. Zudem sei davon auszugehen, dass diese dann unmittelbar an Facebook weitergegeben würden. Als Metadaten gelten etwa die IP-Adresse, Standortdaten, Informationen über das Smartphone und dessen Betriebssystem oder Nachrichten-Datum und -Uhrzeit. Anhand dieser Metadaten lassen sich nach Einschätzung von Experten Bewegungs- und Benutzerprofile erstellen.

Foto: Geschäftsfrauen mit Smartphone, über dts Nachrichtenagentur

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