Autoindustrie will schärfere EU-Klimaziele akzeptieren

Auspuff, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Autoindustrie gibt ihren Widerstand gegen die angekündigten schärferen CO2-Ziele der EU offenbar auf. Wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wollen sich in einer Vorstandssitzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) in der kommenden Woche Hersteller und Zulieferer auf eine Position einigen. In einem gemeinsamen Papier, so zeichnet es sich ab, wollen die Konzerne die neuen Vorgaben grundsätzlich akzeptieren.

„Wir wollen Teil der Lösung sein“, heißt es in einem Entwurf. Um die gewünschte Klimaneutralität zu erreichen, seien „ambitionierte Klimaziele für 2030 notwendig und richtig“. Es sei „sinnvoll, dass die EU im Rahmen des Green Deal die Klimaziele regelmäßig überprüft“. Um sie zu erreichen, treibe die Industrie die Transformation zu alternativen Technologien wie der E-Mobilität „energisch voran“. Allerdings warnt der Lobbyverband vor gravierenden Folgen für Unternehmen und Arbeitsplätze – und fordert politische Unterstützung. Auf Drängen der Zulieferer will sich die Industrie dafür einsetzen, dass neben der E-Mobilität auch andere Antriebsarten wie Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe stärker gefördert werden. EU-weite Programme und der „Einsatz signifikanter Mittel“ seien nötig, um die Ladeinfrastruktur auszubauen. Der VDA drängt die Bundesregierung zudem, die Elektrifizierung des Lastwagenverkehrs entschiedener voranzutreiben. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung müssten 260 Ladestationen mit 1200 Ladepunkten an den Autobahnen in Deutschland aufgebaut werden. Nur so sei es möglich, den CO2-Ausstoß der Lkw-Flotte, wie von der EU verlangt, um 30 Prozent zu reduzieren.

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Foto: Auspuff, über dts Nachrichtenagentur

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