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Altmaier plant „Sprinterprogramm“ für Maskenproduktion im Mai

Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die Produktion von Atemschutzmasken massiv ankurbeln. Die Regierung werde „Programme auflegen, um Anlagen zur Herstellung sicherer Masken zu fördern“, sagte Altmaier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). Noch im Mai starte ein „Sprinterprogramm“, um „kurzfristig verfügbare Maschinen zur nationalen und europäischen Herstellung zertifizierter Masken“ zu fördern.

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Dabei sei ein staatlicher Investitionskostenzuschuss von bis zu 30 Prozent geplant. „Mit diesem Sprinterprogramm wollen wir Anreize schaffen, um eine Produktionskapazität von jährlich etwa 2,5 Milliarden Schutzmasken aufzubauen“, kündigte der Minister an. Die aktuelle Krise zeige, dass Deutschland und Europa dringend mehr Eigenständigkeit bei der Produktion von Schutzausrüstung brauchten. Schon am 1. Mai sei ein Programm zur Förderung der Produktion von Filtervlies gestartet. „Wenn wir die jährlich produzierte Menge von Filtervlies um 4.000 Tonnen erhöhen, können damit bis zu fünf Milliarden Schutzmasken pro Jahr produziert werden.“ Der Wirtschaftsminister brachte zugleich eine Ausweitung der Maskenpflicht im öffentlichen Raum ins Gespräch. „Solange wir keinen Impfstoff haben, müssen wir mit Hygiene- und Abstandsmaßnahmen leben. Dazu zählt auch der Mundschutz beim Einkaufen oder in der Straßenbahn“, sagte Altmaier. „Ob er darüber hinaus auf weiterere Bereiche ausgedehnt werden muss, kann man nur aufgrund konkreter Entwicklungen und Umstände entscheiden.“

Foto: Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz, über dts Nachrichtenagentur

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