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Ärztepräsident bekräftigt Kritik an Aufgabe der Impfpriorisierung

Impfung, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat mehrere Bundesländer scharf kritisiert, die die Impfpriorisierung aufgegeben haben, obwohl noch nicht genügend Corona-Impfstoff für alle Hausarztpraxen vorhanden sei. „Wir haben immer gefordert, die Impfpriorisierung dann aufzugeben, wenn es genügend Impfstoff für die Praxen gibt“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

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Das sei im Moment aber noch nicht der Fall. „Einige Bundesländer haben die Impfreihenfolge dennoch freigegeben.“ Und so würden viele niedergelassene Kollegen förmlich überrannt. „Wenn dann nicht alle Impfwilligen unmittelbar zum Zuge kommen, führt das natürlich zu Frust, der leider auch beim Praxispersonal abgeladen wird“, kritisierte Reinhardt. Das gehe so nicht. „Das ist belastend und behindert den Praxisbetrieb enorm“, so der Präsident der Bundesärztekammer. „Dass der Bundesgesundheitsminister den 7. Juni als Stichtag für die bundesweite Aufgabe der Impfreihenfolge nennt, ist gut und richtig, wenn dann bitte auch die entsprechenden Liefermengen zur Verfügung stehen.“ Die niedergelassenen Ärzte täten, was sie können. „Aber sie brauchen an dieser Stelle auch die Unterstützung der Politik“, forderte Reinhardt. „Die Gefahr einer vierten Infektionswelle sehe ich aktuell nicht, solange wir trotz der deutlich sinkenden Inzidenzzahlen mit Vernunft und Vorsicht schrittweise zu normalen Verhältnissen zurückkehren“, mahnte er. Gleichzeitig müsse man – auch vor dem Hintergrund neuer Virusvarianten – das Ziel im Blick behalten, im Sommer allen Erwachsenen in Deutschland ein Impfangebot zu machen, sagte er. „Mittlerweile 67.000 Praxen in Deutschland machen ein enormes Tempo bei den Impfungen“, sagte Reinhardt. Sie führten Wartelisten und legten Impfreihenfolgen fest.

Foto: Impfung, über dts Nachrichtenagentur

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