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2020 war in Deutschland zweitwärmstes Jahr seit Messbeginn

Sonnenbaden auf einer Wiese, über dts Nachrichtenagentur

Offenburg (dts Nachrichtenagentur) – Das Jahr 2020 war nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Nur 2018 sei noch heißer gewesen, teilte der DWD am Mittwoch mit.

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Auf den weiteren Plätzen folgen die Jahre 2014 und 2019. Das Jahr 2020 bestätige „den fortschreitenden Klimawandel“, so der DWD. Konkret lag die Jahresmitteltemperatur bei 10,4 Grad Celsius und damit um 2,2 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Bis auf den Mai fielen dabei alle Monate „zu warm“ aus, wie es hieß. Januar, Februar, April und August zeigten mit einer Abweichung von über 3 Grad die höchsten positiven Temperaturanomalien. Auch wenn mit -15,0 Grad Celsius die tiefste Jahrestemperatur in Oberstdorf am 27. Dezember gemessen wurde, traten die in der Fläche kältesten Nächte in der letzten Märzdekade auf. Den ersten meteorologischen Sommertag gab es am 17. April in der Mitte und im Süden.

Zwischen dem 5. und 22. August etablierte sich über Deutschland eine teils sehr heiße und feuchte Witterung, resümiert der Wetterdienst. Dabei kletterten die Höchstwerte auf über 35 Grad. Am höchsten stieg das Quecksilber am 9. August in Trier-Petrisberg mit 38,6 Grad. Insbesondere in der Westhälfte war es dazu auch noch zu trocken.

Mit rund 710 Litern pro Quadratmeter (l/m²) erreichte 2020 nur gut 90 Prozent seines Solls von 789 l/m². Damit waren von den letzten 10 Jahren 9 zu trocken, nur 2017 war feuchter als normal. Dürre und Regen, teilweise mit Überflutungen, lagen 2020 häufig nah beieinander. Am 3. August meldete Aschau-Innerkoy, südöstlich von Rosenheim, mit 154,4 l/m² die größte Tagessumme.

Die höchsten Jahresmengen gingen mit bis zu 2000 l/m² im Schwarzwald und an den Alpen nieder. Am trockensten blieb es mit unter 500 l/m² in vielen Teilen Nordostdeutschlands. Beachtenswerte Schneefälle waren eine Rarität und fokussierten sich vor allem auf das höhere Bergland, so die amtlichen Wetterfrösche. Die mächtigste Schneedecke des Jahres weitab der Gipfellagen gab es demnach in Zinnwald-Georgenfeld, Osterzgebirge, am 5. Februar mit 37 cm.

Foto: Sonnenbaden auf einer Wiese, über dts Nachrichtenagentur

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