Stadtfest Oldenburg feiert 2026 seine 50. Ausgabe

Das Oldenburger Stadfest am Waffenplatz aus der Luft.

Stadtfest – in diesem Jahr mit Verlängerung.
Archivfoto: E & M Marketing / Patrick Nagel

Veranstalter E & M Marketing bringt das Stadtfest 2026 für drei Tage in die Oldenburger Innenstadt. Das Fest läuft von Donnerstag, 20. August, bis Samstag, 22. August 2026. Wegen der 50. Ausgabe liegt der Termin eine Woche früher als üblich. Auf 17 Bühnen verteilen sich 70 Livebands und 50 DJs. Das Programm reicht von Rock und elektronischer Musik über Schlager bis zu Nachwuchsformaten und Angeboten für Kinder.

Die Bühnen ziehen sich vom Schlossplatz und Marktplatz über Achternstraße, Haarenstraße und Burgstraße bis zum Julius-Mosen-Platz und Waffenplatz. Damit verteilt sich das Programm auf weite Teile der Fußgängerzone. Der Waffenplatz bildet erneut einen der größeren Standorte. Hinzu kommen kleinere Bühnen mit klar abgegrenzten Musikrichtungen. Änderungen am Programm sind laut Veranstalter bis zum Stadtfest möglich.

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17 Bühnen zwischen Marktplatz und Waffenplatz

Auf der OLB-Bühne am Marktplatz beginnt das Bühnenprogramm am Donnerstag um 17 Uhr mit der Eröffnung. Moorfeuer folgt um 19 Uhr, anschließend steht Abbafever in zwei Teilen auf der Bühne. Der Freitag bringt dort unter anderem Andre Fischer, den Oldenburger Kneipenchor, Vocal Motion und The Jetlags. Am Samstag gehört der Platz zunächst dem Kinderstadtfest, am Abend folgen unter anderem Hot Spot und der Gewinner der 37-Minuten-Bühne.

Andere Standorte setzen eigene Schwerpunkte. Die MTS-Bühne in der Ritterstraße bietet vor allem härtere Musik. In der Achternstraße wechseln Bands und elektronische Formate. Am Julius-Mosen-Platz stehen unter anderem Kellerjam, Marcus Friedeberg, Catapults, Virginia Value und The Tool Experience im Programm. Die Festival-Stage am Waffenplatz setzt an den drei Abenden vor allem auf DJs.

In der Mottenstraße bleibt das Schlager-Eck Bestandteil des Festes. Dort legen an allen drei Abenden DJs auf. Elektronische Musik prägt außerdem mehrere Bühnen in der Langen Straße, Baumgartenstraße, Bergstraße und Haarenstraße. Das Programm setzt damit nicht auf eine zentrale Hauptbühne, sondern auf unterschiedliche Veranstaltungsorte mit eigenen Profilen.

Nachwuchs bekommt jeweils 37 Minuten

Eine feste Rolle spielt erneut die 37-Minuten-Bühne in der Haarenstraße. Das Konzept besteht seit 2006. Bands, einzelne Musiker/innen und DJs erhalten dort exakt 37 Minuten Spielzeit. Für Umbau und Vorbereitung bleiben anschließend 23 Minuten, sodass jeweils zur vollen Stunde ein neuer Auftritt beginnen kann.

Das Programm reicht in diesem Jahr von Black Sheep Burning, ZANJI und James de Livery über Lunastra und Kommando Freibier bis zu Martin Kremming & Band, Maxera und 5 Knots Faster. Der Wettbewerb richtet sich besonders an Nachwuchskünstler/innen und experimentelle Projekte. Für den besten Auftritt hat der Veranstalter 250 Euro ausgelobt.

Samstag gehört auch den Kindern

Familien finden am Samstag ein eigenes Programm in der Innenstadt. Auf dem Kasinoplatz entsteht erneut eine Kinderbaustelle. Kinder können dort unter Betreuung mit Baugerät arbeiten. Weitere Spielangebote ergänzen das Programm.

Am Marktplatz treten Oldenburger Schulbands auf. Dabei sind Fräulein Schulz vom Neuen Gymnasium, die GAG-Kombo der Graf-Anton-Günther-Schule und The GEOrge vom Gymnasium Eversten. Eine Stadtrallye führt Familien von 13.30 bis 15.30 Uhr durch die Innenstadt. Im aktuellen Bühnenplan beginnt das Kinderstadtfest auf dem Marktplatz am Samstag um 10 Uhr.

Innenstadt wird für Autos gesperrt

Für Autofahrer/innen bringt das Stadtfest Einschränkungen. Pkw und Lieferverkehr können nach Angaben des Veranstalters ab etwa 14 Uhr nicht mehr in die Fußgängerzone fahren. Die Wallstraße und der Heiligengeistwall werden ab 20 Uhr für Autos gesperrt. Dadurch lässt sich auch das Parkhaus Waffenplatz zwischen 20 und 3 Uhr weder anfahren noch verlassen. Das betrifft ebenso Dauerparker/innen.

Andere Innenstadtparkhäuser bleiben erreichbar. Dazu gehören Schlosshöfe, Theater-Garage, Heiligengeisthöfe, Staulinie und Rosenstraße. Der Veranstalter empfiehlt zudem Bus, Bahn oder Fahrrad. Vom Hauptbahnhof sind es rund 500 Meter bis zum Lappan und damit bis zum Rand der Innenstadt.

Für Fahrräder richtet der Veranstalter an der Wallstraße an der Ecke Neue Straße einen betreuten Parkplatz ein. Er öffnet an den drei Stadtfestabenden von 18 bis 1 Uhr. Das Abstellen kostet zwei Euro pro Rad. Nach 1 Uhr können die Fahrräder dort stehen bleiben, sie werden dann aber nicht mehr bewacht.

Nachtexpress fährt häufiger

Nach dem Feiern sollen zusätzliche Busverbindungen die Rückfahrt erleichtern. Die Nachtexpresslinien fahren in allen drei Stadtfestnächten zwischen 0 und 3 Uhr im 30-Minuten-Takt ab Lappan. Das Angebot umfasst auch Verbindungen ins Umland, darunter die Linien nach Wardenburg, Sandkrug und Hatterwüsting. Aktuelle Sonderfahrpläne veröffentlichen VWG und VBN.

Auch Taxistände werden verlegt. Der Stand am Kasinoplatz zieht während des Festes rund 50 Meter in die Straße Schlossplatz. Der Taxistand an der Wallstraße befindet sich vorübergehend am Heiligengeistwall.

Glasflaschen bleiben draußen

Auf dem Stadtfest gelten besondere Regeln für mitgebrachte Flaschen. An den Zugängen stehen Container für die Entsorgung bereit. Wer eine Flasche innerhalb der Fußgängerzone wegwirft und dabei erwischt wird, muss nach Angaben des Veranstalters mit 100 Euro Bußgeld rechnen. Auf seiner Internetseite fasst er die Regel mit dem Satz „Flaschen bleiben Zuhause!“ zusammen.

Beim Ausschank arbeitet das Stadtfest mit einem Mehrwegbechersystem. Das Pfand beträgt laut Veranstalter einen Euro. Die einheitlichen Becher sollen grundsätzlich auch an anderen teilnehmenden Ständen zurückgegeben werden können.

Hilfe bei Notfällen und Belästigungen

Für medizinische Notfälle stehen drei feste Sanitätsstationen bereit. Sie befinden sich an der Neuen Straße nahe dem Waffenplatz, am Schlossplatz und in der Gaststraße. Mobile Sanitäter/innen sind ebenfalls unterwegs. In akuten Notfällen gilt die Notrufnummer 112.

Der Veranstalter betreibt zudem ein Awareness-Angebot. Menschen, die Belästigung, Diskriminierung oder andere Grenzüberschreitungen erleben, können sich an das Stadtfest-Team wenden. Dafür steht die Telefonnummer 0441 205090 zur Verfügung. Dort können Besucher/innen nach Angaben des Veranstalters auch einen geschützten Ort und weitere Unterstützung erhalten.

Unter derselben Nummer nimmt die Bürger-Hotline Fragen, Wünsche und Beschwerden entgegen. Sie ist während der Stadtfestwoche mit erweiterten Zeiten besetzt. Der Kontakt funktioniert telefonisch und über WhatsApp.

Barrierefreiheit bleibt eingeschränkt

Eine vollständig barrierefreie Gestaltung lässt sich nach Angaben des Veranstalters in der engen Innenstadt nicht erreichen. Kabel, Schläuche, unterschiedliche Pflasterungen und große Menschenmengen können Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder anderen Mobilitätshilfen behindern. Standbetreiber sollen Kabel deshalb unter Matten führen oder außerhalb ihrer Betriebszeiten entfernen, soweit dies möglich ist.

Als geeignete Parkmöglichkeiten nennt der Veranstalter unter anderem die Parkhäuser Schlosshöfe und Heiligengeisthöfe. Behindertengerechte Toiletten gibt es unter anderem an der Langen Straße an der Ecke Kurwickstraße sowie auf dem Schlossplatz. Die VWG setzt laut Veranstalter Niederflurbusse ein.

„Kochen am Schloss“ läuft parallel

Der Schlossplatz hat während der Stadtfesttage eine besondere Rolle. Dort findet parallel „Kochen am Schloss“ statt. Die Veranstaltung beginnt bereits am Mittwoch, 19. August, um 16 Uhr. Von Donnerstag bis Samstag öffnet sie jeweils um 12 Uhr.

Beim Stadtfest selbst nennt der Veranstalter für Donnerstag eine Betriebszeit von 11 bis 1 Uhr. Freitag und Samstag läuft das Fest jeweils von 11 bis 2 Uhr. Die einzelnen Bühnen beginnen zu unterschiedlichen Zeiten und können früher enden.

Nach dem Stadtfest folgen drei Open Airs

Mit dem Ende des Stadtfestes am Samstag endet das Jubiläumsprogramm noch nicht. Eine Woche später folgen unter dem Titel „50 Sommer Wir“ drei kostenpflichtige Open-Air-Abende auf dem Schlossplatz. Alle drei Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr. Die Tickets kosten jeweils 50 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren.

Den Auftakt macht am Donnerstag, 27. August, der Comedy-Gipfel mit Atze Schröder, Ilka Bessin als Cindy aus Marzahn, Markus Krebs und Matze Knop. Das Oldenburgische Staatstheater gestaltet am Freitag, 28. August, den Abend „Musical Fever“. Die Oldenburger Opernnacht folgt am Samstag, 29. August, mit Staatsorchester, Ensemblemitgliedern, Opernchor und Extrachor.

Für diese drei Veranstaltungen gelten eigene Zugangsregeln. Der Einlass zum Schlossplatz erfolgt über den Marktplatz und beginnt zwei Stunden vor dem jeweiligen Programm. Taschen dürfen höchstens DIN-A4-Größe haben. Regenschirme, Glasbehälter und Dosen sind nicht erlaubt. Pro Person darf eine Kunststoffflasche mit höchstens 0,5 Liter Inhalt mitgenommen werden.

Parallel zur Opernnacht erinnert auch die Haarenstraße am Samstag, 29. August, an ihre Verbindung zur Entstehung des Stadtfestes. Auf drei kleinen Bühnen sollen dort vor allem Nachwuchsbands spielen. Damit reicht das Programm der 50. Stadtfest-Ausgabe über die eigentlichen drei Festtage hinaus.

Das Programm und den Bühnenplan gibt es unter www.stadtfest-oldenburg.de.

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