Staatstheater: Sparte 7 feiert Premiere mit „fair·ground“

„fair·ground“ bringt Demokratie und Solidarität spielerisch in den Stadtraum. Nächster Termin: Samstag in der Burgstraße.
Foto: Volker Schulze
Oldenburg (vs) „Demokratie“ steht als ungeschriebene Überschrift über dem laufenden Spielplan des Oldenburgischen Staatstheaters. Auch die Sparte 7 hat sich in ihrer aktuellen Produktion diesem Thema angenommen. Als Nachfolger der mobilen Mitmachaktion „Sheroes“ folgt jetzt „fair·ground“ im Rahmen des Programms „Gegenüber“. Auf dem Vorplatz der Exerzierhalle am Pferdemarkt fanden sich zur Premiere am vergangenen Samstag zahlreiche Interessierte zum kreativen Mitmachen ein. Gemeinsam wurden die Themen Demokratie und Solidarität spielerisch, aber mit Niveau, interaktiv aufgearbeitet, recherchiert und präsentiert.
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Wie schon in der vergangenen Spielzeit handelt es sich um interaktive Aktionen im Oldenburger Stadtraum mit dem Sparte-7-Wagen als Mittelpunkt und Blickfang. Mit der Fragestellung „Was ist eigentlich Solidarität? Wie handeln wir solidarisch und gestalten die Räume unseres Zusammenlebens? Wird Teilhabe wirklich großgeschrieben und erschöpft sich Demokratie darin, dass wir alle vier Jahre zur Wahl gehen? Kann Kunst solidarisch sein?“ hat sich das Sparte-7-Team um Dramaturgin Gesine Geppert bei dem neuen Projekt auseinandergesetzt.
Interaktiver Jahrmarkt mit Sparte 7
Mit dem farbigen Sparte-7-Wagen mit seiner kleinen Bühne und einem Kiosk mit Infomaterial, Büchern, Getränken und Popcorn zieht das Ensemble zurzeit durch die Stadt und das Umland. Stationen, an denen unterschiedliche Aspekte von Demokratie und Solidarität verhandelt werden, laden zum Mitmachen und Mitdiskutieren ein. „Wir laden das Publikum herzlich dazu ein, sich unter anderem am Glücksrad, bei Solidarity Pursuit oder im Gruselkabinett mit Möglichkeiten praktischer Solidarität zu beschäftigen, Initiativen kennenzulernen oder den eigenen Emotionen beim Rage-O-Meter freien Lauf zu lassen. Durch Performance, Spiel und Infotainment eröffnet sich ein Ort, an dem wir uns Themen widmen, die dicht an unserem Alltag sind, die uns hoffen lassen und Gemeinschaft stärken“, so Gesine Geppert. Es gehe um einen spielerischen Umgang und nicht um Wissensvermittlung. Die Leute aus allen Altersgruppen sollen Spaß haben. „Wir sehen Theater als politischen Bezugsraum“, sagt die Dramaturgin.
Staatstheater setzt auf Demokratie und Solidarität
Wie bereits bei „Sheroes“ mit seinen queer-feministischen Inhalten gelingt es auch bei „fair·ground“ erneut, tagesaktuelle und politische Themen unterhaltsam, aber dennoch anspruchsvoll und nachwirkend zu platzieren und in den Stadtraum zu tragen. Mit dieser bewusst niedrigschwelligen Produktion erfüllt die Sparte 7 abermals eine wichtige Rolle des Theaters und der Kunst, sich einzumischen und unters Volk zu mischen.
Demokratie-Tafel und „Meckerkring“ in der Burgstraße
Der nächste „fair·ground“ ist am Samstag, 6. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der Burgstraße im Rahmen der sogenannten Demokratie-Tafel des Oldenburgischen Staatstheaters. Ab 15 Uhr können Menschen ins Gespräch kommen über Demokratie und Solidarität. Oldenburger Demokratie-Initiativen, darunter der Präventionsrat Oldenburg, die Partnerschaften für Demokratie Oldenburg, Mehr Demokratie e. V., das Institut für Pädagogik der Universität Oldenburg, OMAS GEGEN RECHTS Nord und IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle e. V., werden Gesprächsimpulse zu verschiedenen Teilaspekten von Demokratie und Gesellschaft geben, über die geredet und diskutiert werden kann.
Abgerundet wird der Nachmittag vom „Meckerkring“. Der einzige plattdeutsche Beschwerdechor meckert mit Begeisterung und besingt alles, was die Mitglieder ärgert oder bewegt, mit viel Humor: Klimawandel, Analogkäse, Spekulatius im September oder Müll in der Landschaft.
Alle Infos und Termine gibt es unter www.staatstheater.de.





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