Karriere

Deutsche Meister im Handwerk: Vier Sieger kommen aus Oldenburg

Auf der Siegerehrung am Freitag in Berlin: (von links nach rechts) Stefan Cibis (Vize-Präsident der Handwerkskammer Oldenburg), Marc Röpke (Bundessieger im Metallbauerhandwerk in der Fachrichtung Konstruktionstechnik), Steffen Lamping (Bundessieger im Metallbauerhandwerk in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau) und Eckhard Stein (Präsident der Handwerkskammer Oldenburg).
Foto: Handwerkskammer Oldenburg

Oldenburg (pm) Das Oldenburgische Handwerk kann beim 70. Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks vier Bundessiege für sich verbuchen. Bei einer Veranstaltung am Freitag wurden alle Bundessieger Deutschlands im festlichen Rahmen geehrt.

„Das ist wirklich eine beeindruckende Leistung. Sie können stolz auf sich sein!“, gratuliert Eckhard Stein den vier jungen Handwerkern, die alle in der Region Oldenburg ausgebildet wurden. Auch den Betrieben spricht der Handwerkskammerpräsident sein Lob aus: „Hinter jedem talentierten Sieger steht ein Handwerksbetrieb mit besonderer Ausbildungsleistung.” Laut Stefan Cibis, Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer, sei es angesichts der aktuellen Ausbildungszahlen gerade jetzt wichtig, die Werbetrommel für das Handwerk zu rühren. „Der Leistungswettbewerb hat viel Strahlkraft und überzeugt vielleicht noch den einen oder anderen davon, sich für eine Ausbildung im Handwerk zu entscheiden”, hofft Cibis.

Vier Sieger aus dem Kammerbezirk Oldenburg

    1. Ole Juchem aus Oldenburg, Beton- und Stahlbetonbauer
      Ausbildungsbetrieb: Kuhlmann Bauunternehmen GmbH & Co. KG, Wiefelstede

      „Mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet! Das Gefühl, auf dem Siegertreppchen zu stehen ist wirklich unbeschreiblich! An meinem Beruf schätze ich, dass ich etwas schaffe, was Bestand hat. Ich sehe am Ende des Tages das Ergebnis meiner Arbeit und weiß, dass dies auch noch viele Jahre überdauern wird. Ich freue mich sehr, weiter in meinem Ausbildungsbetrieb bei Kuhlmann Bauunternehmen zu arbeiten und konzentriere mich jetzt zusätzlich auf den Meistertitel.”

      Bundessieger im Beton- und Stahlbetonbauerhandwerk: Ole Juchem aus Oldenburg. Ausbildungsbetrieb: Kuhlmann Bauunternehmen GmbH & Co. KG in Wiefelstede.
      Foto: Handwerkskammer Oldenburg / Torsten Heidemann

    1. Jan Rauschenbach aus Bersenbrück, Informationselektroniker mit dem Schwerpunkt Bürosystemtechnik
      Ausbildungsbetrieb: Busse Computertechnik & Service GmbH, Damme

      „Ich freue mich riesig über die Auszeichnung, denn ich liebe meinen Beruf. Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen. Besonders mag ich es, Kunden zu beraten und mit ihnen Projekte zu planen und durchzuführen – am liebsten mit einer guten Tasse Kaffee in der Hand. Ab Juni möchte ich dann noch einen Schritt weitergehen und mit der Meisterschule beginnen.”

      Bundessieger im Informationselektronikerhandwerk mit dem Schwerpunkt Bürosystemtechnik: Jan Rauschenbach aus Bersenbrück. Ausbildungsbetrieb: Busse Computertechnik & Service GmbH in Damme.
      Foto: Handwerkskammer Oldenburg / Torsten Heidemann

    1. Steffen Lamping aus Lastrup, Metallbauer in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau
      Ausbildungsbetrieb: Böckmann Fahrzeugwerke GmbH, Lastrup

      „Es ist noch etwas unwirklich, zu den besten Gesellen Deutschlands zu gehören. Natürlich freue ich mich total! Ich habe im Handwerk mein zu Hause gefunden, denn ich liebe das Gefühl, am Ende des Tages etwas geschaffen zu haben. Die theoretischen Fähigkeiten aus der Schule direkt praktisch umzusetzen, ist für mich etwas ganz Besonderes.“

    1. Marc Röpke aus Etelsen, Metallbauer in der Fachrichtung Konstruktionstechnik
      Ausbildungsbetrieb: Stadtwerke Delmenhorst GmbH, Delmenhorst

      „So eine Auszeichnung bekommt man nur einmal im Leben! Ich war über die Nachricht total überrascht und habe mich darüber umso mehr gefreut, da ich als Metallbauer einfach meine Berufung gefunden habe. Ich liebe es aus Rohmaterial Stück für Stück ein funktionierendes Bauteil herzustellen. Schon im April nächsten Jahres werde ich mit der Meisterschule beginnen und im Anschluss ein duales Studium dranhängen.“

  • Europas größter Berufswettbewerb

    In diesem Jahr sind mehr als 3.000 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer in Europas größtem Berufswettbewerb gestartet. Mehr als 800 von ihnen hatten sich als Landessiegerinnen und Landessieger für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Am Ende konnten 113 in ihrem Gewerk den Bundessieg erzielen.

    In seiner Eröffnungsrede gratulierte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) Hans Peter Wollseifer allen Bundessiegerinnen und Bundessiegern: „Sie haben auf höchstem Niveau mit Präzision und Leidenschaft ihr Talent unter Beweis gestellt, einen Großteil ihrer Ausbildung unter den Rahmenbedingungen der Pandemie absolviert und ungeachtet dieser widrigen Umstände diese Spitzenleistungen vollbringen können. Dafür spreche ich Ihnen im Namen der gesamten Handwerksorganisation meine besondere Hochachtung aus.”

    Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks (PLW – Profis leisten was) steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, Frank-Walter Steinmeier. Ausrichter des diesjährigen Leistungswettbewerbs sind der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk. Dabei werden sie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt.

    Vorheriger Artikel

    Österreich will 90 Prozent Impfquote

    Nächster Artikel

    DAX freundlich - Omikron-Angst schwindet