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HWK-Umfrage: Digitaler Wandel im Handwerk

Um Daten über die Digitalisierung im Handwerk zu gewinnen, hat sich die HWK Oldenburg an einer Umfrage beteiligt.

Die Gartenhäuser der Oldenburger Firma Ahlers können vom Kunden im Internet konfiguriert werden. Kay Lutz Pakula, Innovationsberater der Handwerkskammer, informierte sich bei Geschäftsführer Oliver Ahlers und den Mitarbeitern Heinz Hansen und Jan Pankratov (von links) über das Best-Practice-Beispiel.
Foto: Handwerkskammer

Oldenburg (pm) Die zunehmende Einführung digitaler Technologien verändert sowohl die unternehmensinternen Abläufe als auch die Geschäftsbeziehungen zum Kunden. Um aktuelle Daten über den Fortschritt der Digitalisierung in der Handwerkswirtschaft zu gewinnen, hat sich die Handwerkskammer (HWK) Oldenburg an einer bundesweiten Sonderumfrage beteiligt. Zum Thema „Digitaler Wandel im Handwerk“ beantworteten über 200 Betriebe aus dem Oldenburger Land die Fragen.

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„Die Ergebnisse verdeutlichen, dass viele Handwerksbetriebe intensiv mit der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen befasst sind, aber auch nach wie vor Hürden für den digitalen Transformationsprozess im Handwerk bestehen“, sagt Klaus Hurling, betriebswirtschaftlicher Berater der Handwerkskammer. Folgendes hat er im Detail ausgewertet:

  • Mehr als jeder dritte Handwerksbetrieb hat in den vergangenen zwölf Monaten in die Digitalisierung investiert. Dabei lagen die Investitionsschwerpunkte im Bereich der Betriebsorganisation oder dienten der Erschließung neuer Kundenkreise.
  • 32,2 Prozent der Betriebsinhaber sehen positive Auswirkungen der Digitalisierungsmaßnahmen für den eigenen Geschäftsbetrieb. Dagegen bewerten nur 0,8 Prozent der Betriebsinhaber die Effekte bereits durchgeführter Digitalisierungsmaßnahmen als negativ.
  • In den nächsten zwölf Monaten planen 39,4 Prozent der Betriebsinhaber Digitalisierungsmaßnahmen umzusetzen. Geplant sind dabei insbesondere Maßnahmen in den Bereichen Betriebsorganisation, Erschließung neuer Kundenkreise sowie Datenschutz und Systemsicherheit.
  • Mehr als jeder dritte Betriebsinhaber im Handwerk betrachtet die Digitalisierung als Chance, nur 5,5 Prozent als Risiko. 40 Prozent attestieren der Digitalisierung eine hohe Bedeutung für das eigene Geschäftsfeld. Ein knappes Sechstel misst ihr nur eine geringe oder keine Bedeutung bei.
  • Als Hürden für die Digitalisierung werden vor allem fehlende eigene betriebliche Ressourcen und Kompetenzen, aber auch langsame Internetverbindungen und die Anforderungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit benannt.
  • Bedarf an Unterstützungsangeboten bei der Umsetzung der Digitalisierung melden 33,5 Prozent der Betriebe an. Nutzen möchten sie vor allem Angebote rund um das Thema Datenschutz und Systemsicherheit sowie bei der Betriebsorganisation.
  • Bereits 23,3 Prozent der Betriebe kennen die Arbeit des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk, das für den Bereich Norddeutschland am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Oldenburg angesiedelt ist.

Für ihre Betriebe bietet die Handwerkskammer Oldenburg zusammen mit den Kreishandwerkerschaften und dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk Informationsveranstaltungen und aufbauende Webinare an. Die nächsten Termine sind 21. August, 26. September, 15. Oktober und 22. November. Nähere Informationen und Anmeldung bei Katja Pianka telefonisch unter 04 41 / 232 239.

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