Wirtschaft

Oldenburger Meisterschulen unter einem Werbedach

Die drei handwerklichen Meisterschulen werden künftig unter dem Motto Oldenburg – Stadt der Meisterschulen auf sich aufmerksam machen.

Thorsten Janßen, Karl-Otto Schöne, Heiko Henke, Manfred Kurmann und Hajo Kreye (von links) vermarkten die Meisterschulen künftig unter einem Dach.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (zb) Die drei handwerklichen Meisterschulen werden künftig unter dem Motto „Oldenburg – Stadt der Meisterschulen“ auf sich aufmerksam machen und ihre Aktivitäten bündeln. Das kündigte Manfred Kurmann, Präsident der Handwerkskammer Oldenburg (HWK) heute an. Das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE), die Fachlehranstalt für das niedersächsische Friseurhandwerk und die Handwerkskammer mit ihrem Berufsbildungszentrum (BBZ) sind eine entsprechende Kooperation unter Vorsitz des HWK-Präsidenten eingegangen.

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Rund 600 Handwerkerinnen und Handwerker aus ganz Deutschland legen jährlich im Kammerbezirk Oldenburg ihre Meisterprüfung ab. „Im Vergleich mit anderen Regionen ist das überproportional viel“, erklärte Kurmann und fügte hinzu: „Es ist einmalig in der deutschen Handwerkslandschaft, dass hier vor Ort gleich drei große Partner die Meisterausbildungen durchführen und zudem kooperieren. Folglich ist Oldenburg die Stadt der Meisterschulen.“

Karl-Otto Schöne, Leiter der Fachlehranstalt für Friseure und Kosmetiker, BFE-Direktor Thorsten Janßen und Hayo Kreye, stellvertretender BBZ-Leiter, freuen sich nicht nur über den gemeinsamen öffentlichen Auftritt. Der regelmäßige Erfahrungsaustausch unter den Schulen sei äußerst wertvoll, heißt es. Das bezieht sich übrigens nicht nur auf die Führungsebene sondern ebenso auf die Mitarbeiter. Es werde bereits über gemeinsame Seminare nachgedacht. Außerdem ist die gegenseitige Nutzung von Räumen und technischen Einrichtungen mögliche. Alle drei Einrichtungen wollen die Entwicklung des E-Learnings voranbringen und sich gegenseitig Wohnraum für die Meisterschüler zur Verfügung stellen. Denn alle betreiben eigene Internate, wo mitunter freie Kapazitäten sind.

Dass die Fachlehranstalt für das Raumausstattende Handwerk noch nicht dabei ist, liegt daran, dass die Bildungseinrichtung im nächsten Jahr vollständig unter das Dach der Handwerkskammer schlüpfen und die Kooperation erweitern wird. „Zugleich können dann räumliche Erweiterungen bei der benachbarten Friseurschule vorgenommen werden“, kündigt Heiko Henke, HWK-Hauptgeschäftsführer, an. „Tatsächlich sind die Meisterplätze sehr stark nachgefragt, so dass der vorhandene Gebäudekomplex um 500 Quadratmeter Nutzfläche erweitert werden muss“, berichtet Schöne.

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