Wirtschaft

LzO: Trotz Niedrigzinsniveau zufrieden mit der Bilanz

Stellten die LzO-Bilanz für 2014 vor: Jürgen Rauber, Vorstandsmitglied, Gerhard Fiand, Vorsitzender des Vorstands, Harald Tölle, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, Michael Thanheiser, Vorstandsmitglied.

Stellten die LzO-Bilanz vor (von links): Jürgen Rauber, Vorstandsmitglied, Gerhard Fiand, Vorsitzender des Vorstands, Harald Tölle, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, Michael Thanheiser, Vorstandsmitglied.
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LzO Allem gewachsen

Oldenburg / zb – Angesichts des historisch niedrigen Zinsniveaus und der zunehmenden regulatorischen Anforderungen durch EU und Aufsichtsbehörden blickte Gerhard Fiand, Vorsitzender der LzO, zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Er präsentierte die Bilanz der Sparkasse und blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft.

Zuvor äußerte er sich zu EZB-Präsident Mario Draghi, „dessen Niedrigzinspolitik uns zu schaffen macht.“ Die Zinsstruktur sei dramatisch, der Druck auf die Zinsen nehme weiter zu und ob durch diese Politik die Investitionstätigkeit tatsächlich steige, bezweifelte Fiand. „Die LzO ist der größte Finanzierer im Mittelstand, gleichwohl ist die Investitionstätigkeit im Mittelstand eingetrübt. Primär werden Ersatzinvestitionen vorgenommen und oft aus Eigenmitteln“, berichtete er.

Das geringe Zinsniveau wirke sich zudem spürbar auf die private Altersvorsorge aus. Auch Unternehmen müssten ihre Pensionsrückstellungen deutlich stärker dotieren und Stiftungen befänden sich im freien Fall nach unten. Dennoch konnte die LzO ihre Bilanzsumme von 8,3 auf 8,4 Millionen Euro steigern und gehört zu den Top 20 der insgesamt 417 deutschen Sparkassen.

So sind die Einlagenbestände bei Privat- und Firmenkunden um 225 Millionen Euro auf 6,39 Milliarden Euro angewachsen. Hier werden wegen des niedrigen Zinsniveaus Einlagen im kurzfristigen Bereich bevorzugt. Die Ausleihen an Kunden gingen um 71,5 Millionen auf 6,66 Milliarden Euro zurück. Hier stand die Nachfrage nach Krediten für den Wohnungsbau mit 357 Millionen (2013: 353 Millionen Euro) im Vordergrund. Stark nachgefragt wurden aber auch Kredite für Konsumzwecke in Höhe von 94 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 13 Prozent entspricht.

Deutlich angezogen hat das Wertpapiergeschäft. Hier legte die LzO mit einem Gesamtumsatz von 935 Millionen Euro, das entspricht einem Zuwachs um 186 Millionen Euro, ein Rekordergebnis vor. „Unsere Kunden nutzten die Möglichkeit, durch Wertpapiere der Realzinsfalle zu entgehen und mit Aktien im Depot die Chancen auf eine inflationsausgleichende Rendite zu erhöhen“, berichtete Fiand.

Zusammenfasend heißt das, dass durch die Niedrigzinsphase der Zinsüberschuss um 5,5 Millionen Euro auf 167,3 Millionen Euro gesunken ist. Der Provisionsüberschuss betrug unverändert 43 Millionen Euro. Die Personal- und Sachkosten sind um vier auf 138,7 Millionen Euro gestiegen. Der Bewertungsaufwand für Forderungen, Wertpapiere und Beteiligungen beträgt 8 Millionen Euro und der Jahresüberschuss 20 Millionen Euro, der die Eigenkapitalbasis der LzO weiter verstärkt.

LzO: Zahlen, Daten, Fakten

Die LzO hat mit 307.000 Privatgirokonten erstmals die Marke von 300.000 geknackt. Bei den Geschäfts- und Firmenkonten legte sie um 500 auf 25.800 zu. Sie beschäftigt in ihren 103 Filialen insgesamt 1679 Köpfe, davon 152 Auszubildende. Im neu eingerichteten LzO-KundenServiceCenter wurden pro Tag durchschnittlich 640 Gespräche zum Girokonto, zu Online-Banking und Geldanlagen geführt. Außerdem hat die LzO 4,7 Millionen Euro in 800 Projekte im Oldenburger Land investiert.

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