Wirtschaft

Coca-Cola will Standort Oldenburg schließen

Coca-Cola Oldenburg soll zum 1. August geschlossen werden.

Coca-Cola Oldenburg soll zum 1. August geschlossen werden.
Foto: CCEG

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Oldenburg / Bremen (am/pm) – Der Getränkehersteller Coca-Cola (CCEG) will seine Standorte in Oldenburg und Bremen zum 1. August schließen. Die Logistikaufgaben von Bremen und Oldenburg sollen an einem neuen Standort mit rund 90 Arbeitsplätzen im Großraum Bremen zusammengeführt werden. Insgesamt seien bundesweit rund 500 Stellen betroffen – davon 41 (von 65) in Oldenburg und 319 (von 369) in Bremen. Mehrere Standorte wie Osnabrück und Haselünne wurden bereits geschlossen.

Als Grund nennt die CCEG unter anderem das veränderte Verhalten der Handelskunden. Discounter und Supermarktketten übernehmen die Belieferung ihrer Filialen zunehmend selbst. Auch die Kunden im sogenannten Außer-Haus-Markt, zu dem unter anderem Gastronomie und Betriebskantinen zählen, würden immer häufiger die Belieferung aus einer Hand erwarten.

Durch die Schließungen sollen die übrigen Standorte besser ausgelastet werden, teilt das Unternehmen mit. „Diese Entscheidungen sind uns nicht leicht gefallen und wir haben sie nach sorgfältiger Prüfung gefasst. Wir müssen uns auf die Marktentwicklung einstellen und die Wünsche unserer Kunden aufgreifen“, sagt Frank Molthan, Geschäftsführer Personal der CCEG. Er betont: „Dabei ist uns sehr wichtig, die geplanten Veränderungen sozial verantwortungsvoll umzusetzen.“ Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern starten in den nächsten Tagen.

Gewerkschaft will kämpfen

Thorsten Zierdt, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft NGG, Region Bremer-Weser-Elbe, spricht von 400 Mitarbeitern, die von den Standortschließungen in Oldenburg und Bremen betroffen sind. „Coca-Cola setzt den eingeschlagenen Weg der Abwendung vom Mehrwegsystem fort und schließt weiter rigoros Standorte“, so Zierdt. Wegen Gewinnmaximierung würden Arbeitsplätze vernichtet. „Wir können die Entscheidung der Geschäftsführung nicht nachvollziehen. Das Verkaufsgebiet Nord ist eines der profitabelsten des Unternehmens in Deutschland. Gewerkschaft NGG und die Coca-Cola-Betriebsräte sind sich einig: Wir werden diese Standorte nicht kampflos aufgegeben“, so Thorsten Zierdt.

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1 Kommentar

  1. Markus
    1. März 2016 um 21.26

    Ist schon ganz gut, wenn die Verbreitung dieser Besatzer-Lauge etwas eingeschränkt wird.