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Unternehmen und soziale Verantwortung

Foto: twenty20photos

Anzeige Neben Digitalisierung, New Work und Nachhaltigkeit steht vor allem ein Thema regelmäßig im Fokus: die soziale Verantwortung von Unternehmen. Oft wacht die Gesellschaft bei Bekanntwerden von Skandalen auf und übersieht dabei die vielen sich engagierenden Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind. Aus diesem Grund geht es nachfolgend nicht um Kritik, sondern um die Vorteile des sozialverantwortlichen unternehmerischen Handelns.

Wie passen Wirtschaft und soziale Verantwortung zusammen?

Vor allem am Beispiel der Textilbranche lässt sich zeigen, dass all die genannten Schlagworte eine Rolle für das Image und den Erfolg des Unternehmens spiegeln. Auslöser für das Umdenken der Branche vom Versorger zum Fürsorger sind steigende Individualisierung, Vernetzung von Geräten und Menschen sowie fortschreitende Automatisierung von Produktions- und Logistikprozessen.

Technologische Innovationen und sich verändernde Kundenerwartungen erfordern neue Geschäftsmodelle und Organisationsprinzipien in der Textilbranche. Die Bedarfe zur Veränderung können sogar statistisch belegt werden: Im Jahr 2020 setzte die deutsche Textilindustrie rund elf Milliarden Euro um. Im Trend waren seit der Weltwirtschaftskrise elf Jahre zuvor nahezu jedes Jahr Umsatzsteigerungen der Branche bis zum Jahr 2017 zu verzeichnen. In den letzten drei Jahren sind die Umsätze demgegenüber rückläufig.

Vorreiter der Textilbranche

Was sind aber sie konkreten Anforderungen an ein Textilunternehmen, das soziale Verantwortung einbinden möchte und worum geht es dabei konkret?

  • Diversität, die Ablehnung von Kinderarbeit und sogar etwas so augenscheinlich Logisches wie Notausgänge und Brandschutz in der Fertigung gehört zu den erforderlichen Arbeits- und Sozialstandards der Branche, die weitestgehend dadurch auffällt, im Ausland zu produzieren.
  • Die Unternehmen sollten sich nicht nur dafür aussprechen, sondern sich auch dafür einsetzen, natürliche Ressourcen und die nachteilige Auswirkung der Nutzung dieser zu reduzieren.
  • Mensch und Umwelt: Als ein positives Beispiel gilt der Discounter NKD, der sich in seinem eigenen Code of Conduct dazu verpflichtet, auf ein respektvolles, faires und verantwortungsvolles Verhalten gegenüber Mensch und Umwelt zu achten.

Insgesamt geht es der Textilbranche wie allen Produzierenden: Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gelebte soziale Verantwortung machen das Markenimage zunehmend aus. Es geht schon lange nicht mehr um bunte Werbung, sondern um ein positives Image.

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