Region

Oldenburgische Landschaft gut aufgestellt

Dr. Michael Brandt und Thomas Kossendey ließen das Jahr der Oldenburgischen Landschaft Revue passieren und gaben einen Ausblick auf 2015.

Dr. Michael Brandt und Thomas Kossendey (von links) ließen das Jahr Revue passieren und gaben einen Ausblick.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg (zb) – Auf ein positives Jahr blickte Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, anlässlich der 76. Landschaftsversammlung in Oldenburg zurück. Er erinnerte an zahlreiche Buchveröffentlichungen der Landschaft, die sich mit dem Oldenburger Land befassen, und nannte stellvertretend das Buch über volkstümliche Geschichte des Großherzogtums, das der ehemalige Landschaftspräsident Horst-Günter Lucke herausgegeben hat.

Er kündigte an, die Arbeit der Arbeitsgemeinschaften und Fachgruppen innerhalb der Landschaft stärker als bisher zu wertschätzen, indem sie sich einzeln dem Vorstand vorstellen und über ihre Arbeit berichten. „Ihre Mitglieder leisten unglaublich wichtige und vielfältige Arbeit, indem sie sich mit den Belangen des Oldenburger Landes befassen“, sagte Kossendey. Es sei wichtig, dem Vorstand einen genauen Einblick darüber zu vermitteln.

Zwei Themen hat sich der Präsident für 2015 auf seine Fahnen geschrieben. Die Energiewende und die Auswirkungen auf das Oldenburger Land sowie das Landesraumordnungsprogramm des Landes. „Die Landkreise werden zunehmend zum Maislabyrinth und verändern das Bild unserer Kulturlandschaft nachhaltig“, gab er zu bedenken. Über die Gewinnung von Bioenergie durch Mais müsste intensiver und kritischer nachgedacht werden. Der von der Landesregierung vorgelegte Entwurf zum Raumordnungsprogramm ist nach Kossendeys Auffassung am grünen Tisch entstanden. „Es wäre sinnvoll, die Bürger vor Ort mit einzubeziehen“, meinte er und kündigte eine fundierte Stellungnahme der Landschaft an. „Es kommt vor allem darauf an, auf historisch gewachsene Räume und somit Beziehungen Rücksicht zu nehmen“, erklärte er.

Schließlich berichtete er von einem Projektantrag, den die Landschaft an die Metropolregion gestellt habe zum Thema „Willkommenskultur“. „Kultur gehört zum Menschsein. Deshalb sollten wir für Kulturbegegnungen mit Migranten sorgen und ihnen unser Kultur und Kulturlandschaft vorstellen.“ Für das neue Jahr kündigte er die Verleihung des Oldenburger Wissenschaftspreises an, den die Landschaft erstmals ausgeschrieben hat. 17 Einsendungen lagen vor, drei Preisträger wird es geben, die sich wissenschaftlichen mit einem Thema zum Oldenburger Land auseinandergesetzt haben.

Geschäftsführer Dr. Michael Brandt berichtete über erfolgreiche Verhandlungen mit dem niedersächsischen Kulturministerium. Auch künftig erhält die Landschaft regionale Fördermittel in Höhe von 310.000 Euro. In diesem Jahr konnten mit der Summe 62 Projekte gefördert werden, 82 Förderanträge lagen insgesamt vor. Mit zusätzlichen Eigenmitteln gelang es, 38 kleine aber nachhaltige Projekte zu fördern. Für den nächsten Landschaftstag in Rastede am 7. März konnte der Niedersächsische Landtagspräsident Bernd Busemann gewonnen werden. Abschließend wurden zwei mit je 1000 Euro dotierte Förderpreise an die Oldenburger Tänzerin Anna Musatova und den Oldenburger Verein Jugendkulturarbeit vergeben.

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