Winkel macht bei Rente Druck auf Merz
Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, sieht eine längere Lebensarbeitszeit inzwischen als breit akzeptiert an. „Mittlerweile ist es fast common sense“, sagte Winkel dem Nachrichtenportal Politico.
Noch vor einem Jahr sei eine längere Lebensarbeitszeit „ein großes Tabu“ gewesen. Die Diskussion habe jedoch Bewegung gebracht. „Die Rentendebatte […] hat einen Stein ins Rollen gebracht“, sagte er. Nun müssten „konkrete Ergebnisse“ folgen.
Mit Blick auf die Bundesregierung äußerte Winkel Erwartungen für den Herbst. „Ich hoffe, dass der Kanzler das in diesem Herbst genauso sieht wie wir“, sagte er. Im vergangenen Jahr habe es noch „einen großen Dissens“ gegeben – das dürfe sich nicht wiederholen. Den Handlungsdruck begründete Winkel mit der demografischen Entwicklung. „Das ist eine Realität, an die muss man sich anpassen und Entscheidungen treffen“, sagte er.
Anzeige
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





1 Kommentar
Es mag Common Sense sein, dass die Leute mehr oder länger arbeiten. Ich erlebe aus meiner Beratungspraxis ein differenzierteres Bild. Manche arbeiten länger, einige nicht- je nach Lage beim Arbeitsverhältnis. Aber fast einhellige Meinung aller meiner Rentenkunden ist folgendes lieber Herr Winkel:
1. alle Politiker müssen in die Rentenkasse einzahlen
2. Alle Beamten auch.
Es wird heftig kritisiert, dass Rentner als Steuerzahler, deren üppigen Altersversorgen mitfinanzieren und auch noch die kostenfrei Krankenbeihilfe der Beamten. Hingegen Rentnerinnen und Rentner jedes Jahr mehr Zusatzbeiträge zahlen müssen oder jetzt befürchten, dass sie wegen der geplanten Einschränkung der kostenfreien Familienversicherung deutliche nomatliche Mehrkosten hinnehmen müssen. Beamte hingegen im Alter bis zu 70% kostenfrei krankenversichert über die Beihilfe sind. Es ist eine Gerechtigkeistfrage und Debatte und die kann nur gelöst werden, in dem alle Bürgerinnen und Bürger Deutschlands in einer Krankenkasse gesetzlich versichert sind- privat und Pflicht aufgehoben wird und alle Menschen in Deutschland ab einem bestimmten Lebensalter in einer Erwerbstätigenversicherung in der Rente versichert sind.
Es kann niemanden mehr vermittelt werden, warum es für Beamte eine kostenfreie Beihilfe gibt und jetzt die kostenfreie Mitversicherung in der GKV eingeschränkt werden woll.
Beste Grüße Peter Knöppel aus Halle(Saale)